Unterwegs - Reiseberichte und mehr

Unterwegs – Reiseberichte und mehr

Italien 2010

An einem Sonntag Mitte September ging es nun endlich los in den Süden. Und wenn man nur 3 Wochen Zeit hat, dann nimmt man halt auch die schnellste Verbindung und das ist nun mal der...

Stopover in Singapur

Eine Reise an das andere Ende der Welt Freitag, 24.03. Ein Freund brachte uns zum Flughafen nach München, dann einchecken und durch die Kontrollen und um 12:20 rollte der Flieger ab zur Startbahn. 11 Stunden...

Cook Islands – Rarotonga

Freitag, 21.04. Ja, man liest richtig, es ist wieder Freitag geworden weil wir die Zeitzone gewechselt haben und bei der Landung in Rarotonga noch 1 Stunde Freitag haben. Der Zeitunterschied zu Deutschland sind nun 12...

Italien 2010

An einem Sonntag Mitte September ging es nun endlich los in den Süden. Und wenn man nur 3 Wochen Zeit hat, dann nimmt man halt auch die schnellste Verbindung und das ist nun mal der Brenner von uns aus gesehen. Eigentlich wollten wir in Lazise schon Halt machen, aber der CP Municipale war rappelvoll, kein Platz mehr frei. Dann also weiter nach Mantua zum Palazzo Te. Da gibt es eine Strasse, am Fussballstadion vorbei, welche dann vor dem Palazzo endet. Da standen auch schon viele Wohnmobile. Die Räder runter und rein in’s „Centro“ welches man vom Platz aus schnell erreichen kann. Und da war einiges los. Richtige Menschenmassen bewegten sich durch die Strassen und wie wir dann erfahren haben, es waren die „Literaturtage von Mantua“ gerade am ausklingen. Hier noch 5 Bilder, das letzte zeigt die Übernachtungsmöglichkeit am Palazzo Te.

An der Piazza Sordello
Mantua Centro
Am Palazzo Ducale
Der Dom von Mantua
Der Parkplatz am Palazzo Te, Mantua

Zweiter Tag

Am nächsten Tag ging es dann weiter über Bologna, Florenz und vorbei an Siena Richtung Grossetto und nach Alberese am „Parco Nationale di Maremma“. Hier wollten wir eigentlich übernachten, aber nur für das Parken schon mal 12 Euro zu bezahlen und wenn man dann noch an’s Meer runterfahren will nochmals Parkgebühr berappen, das war dann doch zu viel des Guten.

Nachtrag: wir waren 2020 wieder in Alberese. Wie es scheint wird jetzt neben dem Parkplatz ein Stellplatz für Wohnmobile gebaut. Man konnte schon einige Details wie Parkbuchten und Anschlüsse sehen, ebenso wie ein Sanitärgebäude.

Ausserdem war es noch früher Nachmittag und so fuhren wir auf der SS1 gleich weiter Richtung Rom. Und dann auch noch das: wir fanden links eine billige Tankstelle, der Diesel war mit 1,134 Euro/Ltr. ausgezeichnet. Also sofort umgedreht und an die Tanke. Rüssel rein, ging nicht, an die nächste Säule, wieder Rüssel rein, ging auch nicht. Aber dann gab es doch noch Sprit, die Pumpe lief an und der Preis war bei 1,238 Euro/Ltr. Kurz geärgert, Pech gehabt aber nicht getankt und weiter. Am frühen Abend kamen wir dann auf einem Stellplatz in Ladispoli an und haben uns eingerichtet.

Dritter Tag

Wie auch schon die vorangegangenen Tage, wunderschönes Wetter und nach der langen Fahrerei beschlossen wir hier noch einen Tag zu bleiben. Auf die Räder und zum Markt, Einkaufen. Es gab schönen Schwertfisch und noch viel schönes Gemüse. Den Rest des Tages am Meer verbracht, Wasser war angenehm warm.

Am Fischmarkt von Ladispoli
Schwertisch, fangfrisch
Am Lungomare von Ladispoli

Vierter Tag

Nach einem schönen Ruhetag ging es weiter zum nächsten Ziel, nach Paestum. Es ging vorbei an Rom und als wir dann auf Höhe von Monte Cassino waren beschlossen wir uns mal das Kloster anzuschauen welches ja unübersehbar hoch oben auf dem Berg liegt. Guter Gedanke, nur leider zu spät denn es war Mittagspause.
Also wieder runter vom Berg, aber halt, noch eine kleine Geschichte: Wallfahrten bringen auch nicht immer den Erfolg den man meint erbitten zu können. Es waren oben auf dem Parkplatz 8 Klosterschwestern die mit 2 Autos die Heimreise antreten wollten. Die jüngste fuhr mit ihrem Panda ganz dezent rückwärts aus der Parklücke und traf mit dem Heck just den einzigen Baum auf eben diesem Parkplatz. Bisschen verbogene Stosstange und demoliertes Rücklicht. Wer hat da wohl nicht aufgepasst? Er von oben oder sie am Lenkrad?

Monte Cassino
Das Kloster Monte Cassino
Letzter Blick auf Monte Cassino

Nun aber ging es weiter Richtung Paestum, an Neapel vorbei bis Salerno und Battipaglia. Ab hier Landstrasse bis Paestum und am „Campeggo Dei Pini“ (ADAC empfohlen) für 18 Euro/Nacht (incl.) eingeparkt. Fast der ganze CP unter grossen Pinien und ein schöner Strand davor. Das „Ristorante“ war auch geöffnet und so blieb die Küche kalt und es gab eine sehr gute Pizza, wurde auch mal Zeit!

Campeggio dei Pini, am Strand

Fünfter Tag

Und weil das Wetter weiterhin so traumhaft ist, nochmal ein schöner Ruhetag mit Baden und Besichtigung der einmalig schönen Tempelanlagen, welche schon im 5. und 6. Jahrhundert v. Christus erbaut wurden und bis heute noch teilweise sehr gut erhalten sind. Man muss sich das mal vorstellen was damals geleistet wurde! Ob unsere „Bauwerke“ so lange halten werden sei dagegen dahingestellt.

Paestum, Tempelanlage
Die Tempelanlage
am Lungomare von Agropoli
Die Küstenstrasse im Cilento……
…..und die negative Seite. So macht man sich eine traumhaft schöne Landschaft kaputt.
ein Erdrutsch zwingt uns zum umkehren

Update: wir sind die gleiche Strecke 2018 wieder gefahren, die Baustelle bei dem Erdrutsch war immer noch nicht fertig und die Strasse nur provisorisch für PKW zu befahren. Mit dem Womo war uns das zu unsicher !

Rodio, ein Dorf an unserer Umfahrung der Baustelle
es geht weiter Richtung Palinuro

Sechster Tag

Weiter ging es zuerst durch Pisciotta wo es teilweise sehr eng durchgeht und dann nach Palinuro. Vorgelagert das Capo Palinuro und ganz oben ein Leuchtturm zu dem man rauffahren kann (das letzte Stück aber nicht mit dem Womo!) Entlang der Küste immer wieder wunderbare Badebuchten und besonders schön ist es am Arco Naturale. Dazu findet man, wenn man Palinuro verlässt Richtung Marina die Camerota, einen kleinen Wegweiser in der letzten langezogenen Rechtskurve! Da gibt es auch einen Parkplatz (Gebühr) und da könnte man vielleicht auch stehenbleiben.

Update 2018: Man kann nicht mehr bis ganz nach vorne fahren, aber vorher einen grossen Parkplatz. Noch weiter Vorher einen schönen, aber einfachen Stellplatz mit uralten Olivenbäumen.

Arco Naturale, der Durchgang ist vor Steinschlag geschützt
und hier kann man baden
Der Arco Naturale

Nach einer längeren Badepause fuhren wir dann weiter Richtung Marina di Camerota wo ich eigentlich am Parkplatz am Hafen übernachten wollte. Aber da ging es zu wie im Hochsommer und weit und breit kein Wohnmobil. Wir beschlossen weiterzufahren, irgendwo werden schon noch was finden. Nach Marina di Camerota geht es in vielen Spitzkehren wieder den Berg hinauf und oben angekommen muss man Lentiscosa durchfahren. Aber, der Ort ist so schmal dass es eine „Durchfahrtsampel“ gibt. Wenn einem da ein Fussgänger entgegenkommt dann muss er sich in die nächste Nische verdrücken damit der Verkehr weiterfahren kann. Dann geht es wieder runter nach Policastro und kurz vor Sapri haben wir dann noch einen CP gefunden der noch auf hatte und schweinisch teuer war. Aber es war schon Abend geworden und weitersuchen wollten wir auch nicht mehr.

Siebter Tag

Und wieder ein traumhaft schöner Tag und es ging weiter Richtung Maratea entlang der wunderschönen Küstenstrasse. Bei Maratea gibt es noch ein sehenswertes Ausflugsziel, die Christusstatue auf dem Gipfel des San Biago, ca. 650 m ü.d. Meer mit einer super Aussicht. Die Statue wurde 1965 von dem Florentiner Bildhauer Bruni Innocenti aus weissem Carrara-Marmor geschaffen.

Blick Richtung Sapri
Entlang der Küste
Eine wunderschöne Morgenstimmung
Wir fahren rauf zur Statue und haben einen schönen Blick auf die Strände
Ein Blick zurück auf die Küstenstrasse
Wir kommen der Statue immer näher
und noch ein kleiner Fussmarsch…..
und wir haben eine phantastische Aussicht. Unter uns liegt Maratea
eine skurrile Brückernkonstruktion um zur Statue raufzufahren
wir fahren zum Spiagga Nero und blicken zurück

Nach diesem tollen Abstecher ging es wieder runter und zurück auf die Küstenstrasse. Nach kurzer Zeit sahen wir ein Hinweisschild zum „Spiagga Nero“ und wir beschlossen wieder eine Badepause einzulegen. Oberhalb des Strandes ist ein Parkplatz und dann geht es über einige Stufen runter an’s Meer in eine wunderschöne Bucht mit schwarzem Sand und der war verdammt heiss von der Sonne und ohne Schuhe zu laufen war wie auf glühenden Kohlen.

Spiagga Nero
Spiagga Nero

Auf zum Etappenziel des heutigen Tages, weiter ging es nach Praia a Mare wo es so ziemlich am Ende des Lungomare (Richtung Insel Dino) einen einfachen Stellplatz gibt (ohne V+E). Es ist ein herrlicher Ausblick von der Küstenstrasse auf den langen Strand von Praia a Mare und hier endet dann auch diese wunderschöne Strasse entlang der Küste des Cilento. Und diese Strasse bei diesem Traumwetter zu fahren ist und bleibt immer wieder ein Hochgenuss.

Praia a Mare mit seinem endlos langen Strand bis zur Insel Dino
Blick zur Insel Dino
ein einfacher Womo Stellplatz
Sonnenuntergang am Strand von Praia a Mare

Achter Tag

Es geht weiter an der Küste entlang, allerdings hat sich die Landschaft geändert und der Küstenstreifen ist nun meistens flach und die Berge sind weiter weg. Jeder kennt es von Italien, sehr oft oben auf Bergrücken findet man Dörfer oder ganze Städte und man frägt sich, wie funktioniert das Leben „hoch oben“? Auf unserem Weg, vor Diamante, gibt es da auch so ein Bergdorf, das Dorf Maiera und gleich gegenüber, aber durch eine tiefe Schlucht getrennt, das Dorf Grisolia. Wir sind nach Maiera raufgefahren und haben es besichtigt. Man muss ganz gut bei Fuss sein wenn man da wohnt, da geht es nur noch bergauf! Und wehe dem, der im anderen Dorf gegenüber eine Freundin hat, der hat einen weiten Weg vor sich. Abgesehen davon dass das Dorf ziemlich verlassen wirkte, wir waren beeindruckt aber auch nachdenklich. Hier zu wohnen, für uns nicht vorstellbar.

Das Dorf Maira
Maira
Maira
Maira
und gegenüber, von einer tiefen Schlucht getrennt, Grisola

Nach diesem Abstecher in eine „andere Welt“ ging es zügig weiter Richtung Tropea wo wir am späten Nachmittag ankamen und wieder auf dem Campingplatz Marina dell Isola unser Quartier bezogen. Ich war vor 5 Jahren zum letzten mal hier, geändert hat sich baulich nichts, aber immerhin hatten die Duschen warmes Wasser am Nachmittag. Ansonsten ist die Lage des Platzes sehr schön, nach vorne Strand und dahinter aufragend der Felsen und darauf Tropea.

Neunter – und die nächsten Tage

Wie geplant, wir haben unser Ziel erreicht und für die nächsten 3 Tage war nun nur noch faulenzen und Baden angesagt. Zwischendurch mal die ca. 100 Treppenstufen rauf in die Stadt, bummeln, Pizza essen und Einkaufen. Das war’s dann auch schon. Dabei sahen wir dann auch ein Plakat, Stromboli by Night, eine Bootsfahrt zum Stromboli welche vielversprechend
angepriesen wurde. Gesagt, getan und gebucht.

Blick auf Tropea und auf die vorgelagerte Kirche Santa Maria del Isola
Am Strand vor den beiden Campingplätzen
Souvenirladen in Tropea
Wir fahren Richtung Stromboli und blicken zurück nach Tropea und zum Campingplatz
Der ständig qualmende Stromboli
Stromboli und Strombolicchio
Der Mond geht auf auf Stromboli

Vierzehnter Tag

Gestern wurde das Wetter schlechter und wir beschlossen nun Tropea zu verlassen, neues Ziel ist nun Rom. Deshalb haben wir uns am Abend noch mit Bekanntschaften welche wir auf dem CP gemacht haben im Restaurant nebenan getroffen und etwas „Abschied“ gefeiert. Und heute hat es dann richtig geregnet bei der Abreise und auf der Autobahn in den Bergen Richtung Salerno kam ausser dem Regen auch noch der Nebel dazu. Wir fuhren bis Paestum zum bekannten CP und hatten aber schon wieder Sonnenschein.

Aufgewühlte See vor Salerno

Fünfzehnter Tag

Zum Frühstück habe ich am CP noch frische Croissants geholt und die waren einfach nur super. Das haben wir beim ersten Besuch gar nicht mitbekommen dass der Pizzabäcker die jeden Morgen frisch macht. Also wer hier einparkt, der muss sie unbedingt probieren, selten bessere gegessen und noch lauwarm! Genug, es ging weiter. Zuerst entlang der Küstenstrasse bis Salerno und dann auf die Autobahn nach Rom. Wir sind zum CP „Happy Village and Camping“ im Norden von Rom gefahren. Ein sehr schöner Platz, sehr sauber und gepflegt, mit Swimming Pool und Restaurant und kleinem Laden. Es gibt von da einen Shuttle Bus der stündlich zur Haltestelle der Schnellbahnstation nach Prima Porta fährt. Von da aus erreicht man in 20 min. Piazzale Flaminio (Piazza del Popolo im Zentrum Roms). Und der öffentliche Nahverkehr ist in Italien sowieso wesentlich billiger als bei uns, also ideale Voraussetzungen für einen stressfreien Besuch Roms.

Sechzehnter Tag

So, heute ging es nun auf um Rom zu erkunden. Zuerst mit dem Shuttle zur Prima Porta und da ein 3-Tagesticket für 11 Euro gelöst (billiger geht’s kaum noch) welches für alle Busse und U-Bahnen und Vorortzüge gültig ist. Der Vorortzug entspricht allerdings nicht mehr so ganz unseren Vorstellungen vom modernen und
komfortablen Bahnfahren. Das rattert und schaukelt und das Wagenmaterial ist grossteils auch schon von Anno Domini. Endstation ist dann Flaminio an der Piazza del Popolo und da beginnt ja schon das Zentrum.

Ich erspare es mir hier über all die Sehenswürdikeiten von Rom zu schreiben. Entweder man kennt es schon oder man liest es im Internet nach. Die 3 Tage in Rom waren gewaltig, an Fussmärschen, Eindrücken und Erlebnissen. Nachfolgend nun einige Bilder von bekannten Sehenswürdikeiten von Rom.

„Künstlerisch“ gestalteter Vorortzug zur Prima Porta
Piazza del Popolo
Links das „Corte Supreme di Cassazione“, rechts die kleine Kirche „Sacro Cuore del Suffragio“
Piazza Navona
Eine wunderschöne Holzarbeit, sie ist in der Kirche Sant’Ignazio zu bestaunen.
Fontana di Trevi
Der „Palazzo Chigi“, Amtssitz des Ministerpräsidenten.
Rollerparkplatz italienisch
Monumento Nationale a Vittorio Emanuele II – Vom Dach hat man einen tollen Blick auf Rom
Piazza Venezia (vom Dach des Monuments aus fotografiert)
Blick zum Forum Romanum und zum Kolosseum
Das Forum Romanum
Rom, von der Kuppel aus gesehen.
Hinter dem Dom, die vatikanischen Gärten.
Blick von der Kuppel des Domes auf den Petersplatz.

Wir haben am CP gelesen, dass jeden Mittwoch auf dem Petersplatz eine öffentliche Papstaudienz stattfindet. Und wenn wir schon mal einen bayrischen Papst haben, dann also nix wie hin um das mal selber zu erleben. Und es war ein absolutes „Highlight“, noch dazu weil er mit seinem offenen Papamobil ganz nahe an uns vorbei gerauscht ist. Ich konnte sogar von ihm fast eine „Portaitaufnahme“ schiessen. Egal ob man nun katholisch oder sonst was ist, inmitten der Menschenmassen dies zu erleben war schon einmalig. Und jetzt wissen wir auch wie das so alles abläuft. Aber, das Ende haben wir nicht abgewartet denn wir wollten noch die Vatikanischen Museen besichtigen und das ging schon los mit 1 Stunde Wartezeit und 15 Euro Eintritt. Aber, was der Vatikan an Kunstschätzen zu bieten hat ist unübertroffen.

Die Engelsburg
Der Tiber, im Hintergrund der Petersdom
Alle warten auf den Papst und die Audienz
Und hier ist er schon und fährt ganz nahe an uns vorbei.
Das war nun die „Rundfahrt“ auf dem Petersplatz
Wir sind in der Sixtinischen Kapelle (zusammen mit noch ca. 600 Besuchern)
Eines der grandiosen Gemälde der alten Meister
Das war es nun, wir verlassen die Vatikanischen Museen über diese wunderschöne Treppe

Nach soviel Kunstschätzen aufeinmal verlassen wir heute Rom Richtung San Marino. Wir waren sehr beeindruckt von dem was wir gesehen haben. Natürlich habe ich noch viel mehr Bilder gemacht, aber diese Seite soll ja nicht endlos werden. Es ging also ganz gemütlich weiter, zuerst noch etwas Autobahn und dann über Terni und Perugia nach San Marino wo wir auf dem grossen Parkplatz unterhalb der Seilbahn unser Womo parkten.

Am Morgen ging es zuerst zur Seilbahn und dann rauf nach San Marino. Wir wunderten uns über viele festlich gekleidete Menschen die auch auf dem Werg nach oben waren. Den Grund haben wir dann oben vor dem Regierungspalast gesehen: Die Adelgarde und die Burggarde in Paradeuniform, Polizei und Militär, Fernsehkameras und viele Leute. Es war wieder mal „Regierungswechsel„, d. h. die 2 Regierungsräte die San Marino vorstehen wurden gewechselt, so wie das im übrigen alle 6 Monate geschieht. Dies war ein gar feierlicher Festakt und schön anzuschauen. Ansonsten spazierten wir noch durch die Gassen und gegen Mittag machten wir uns dann wieder auf die Socken um Richtung Lazise zu fahren.

Die Kanonen für das „Salutschiessen“ stehen bereit
Man hat von hier oben einen schönen Ausblick
Und schon knallt es und der Rauch vom Salut steigt auf
San Marino
Feierliche Zeremonie zum Regierungswechsel (alle 6 Monate)

Und weiter geht es zum letzten Ziel, nach Lazise.

Am Gardasee angekommen. Blickt man über den See auf die Felswand sieht man die Strasse „Strada della Forma“ die durch die enge Brasa Schlucht hinaufführt nach Tremosine. Hier hat man vom Hotel Paradiso aus von der sogenannten „Schauderterasse“ aus einen fantastischen Blick über den See und zum Monte Baldo. Die Terrasse ist über den Felsrand hinausgebaut und ca. 350 m hoch über dem See. Sie ist in etwa links vom Kirchturm über der grossen Felswand-

So, das war nun unser kleiner Reisebericht von unserer Womo Reise durch Italien im Jahr 2010. Wir hoffen er hat euch gefallen und vielleicht sind einige Ziele dieser Reise von Interesse für euch. Über einen Eintrag im Gästebuch würden wir uns freuen.

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Stopover in Singapur

Eine Reise an das andere Ende der Welt

Freitag, 24.03.

Ein Freund brachte uns zum Flughafen nach München, dann einchecken und durch die Kontrollen und um 12:20 rollte der Flieger ab zur Startbahn. 11 Stunden später, um 7 Uhr morgens landeten wir in Singapore und wir haben die erste Etappe erreicht.

Samstag, 25.03.

Das Thema Zoll in Singapur war „kein“ Thema. Wir waren nach der Landung sofort durch und beim Gepäck sind wir auch nur durchgerollt, keiner wollte was wissen von uns. Auch gut.

Der Fahrer war auch schon zur Stelle und brachte uns zum Hotel, leider war aber das Zimmer noch nicht fertig. Also los auf eine Runde um den Block und es war warm und schwül und wir müde nach dem langen Nachtflug. Das Hotel hat eine wunderschöne Dachterasse mit Pool. Die Aussicht ist grandios, aber es war trüb und später kam dann noch ein kleiner Monsunregen.

Blick von der Dachterasse zum MARINA BAY SANDS HOTEL mit dem „Schiff“ obenauf.

Am Abend zogen wir dann noch los zu den Gardens of the Bay und kamen gerade noch rechtzeitig um die Lightshow zu sehen. Diese Anlage ist schon eine Attraktion.

Und zum Schluss noch einen Absacker am Pool im 17. Stock mit grandiosen Blick über die Stadt.

Sonntag, 26.03.

Heute war eine deutschsprachige Stadtführung angesagt. Wir wurden am Hotel abgeholt und zum Gardens of the Bay gefahren wo wir dann zu einer Gruppe von Deutschen stiessen. Unser Führer, ein Inder, der aber fast fliessend Deutsch sprach brachte uns zuerst in das indische Viertel. Unterwegs erzählte er, teils sehr humorvoll, wie der Stadtstaat Singapure funktioniert und wie der Präsident regiert. Wichtigste Aussage dazu: Der Staat muss gemanagt werden und nicht sinnlos regiert werden. Ein Gesundheitsminister kann nur ein sehr guter Arzt werden der von der Sache auch was versteht. Es gäbe noch vieles was er zu erzählen wusste zu berichten, aber das führt hier zu weit.

Abfälle

und Zigaretten wegwerfen

wird sehr teuer.

Da versteht man gar

keinen Spass!

Nächste Station war die Chinatown.

Blick in einen Tempel in Chinatown
T

Und zum Abschluss war noch ein Besuch im Botanischen Garten, speziell im Orchideengarten, angesagt.
Es war eine sehr interressante Stadtbesichtigung und wir haben viel gelernt.

Wir wurden wieder zum Hotel gebracht und sind dann aber gleich wieder losgezogen um Chinatown nochmal auf eigene Faust zu erkunden.

Im übrigen, Singapore hat ein auszeignetes Metronetz und man kommt sehr schnell dahin wo man will. Am Abend waren wir dann noch im Pool auf der Dachterasse und liessen den Tag, hoch über den Dächern von Singapore ausklingen.

Montag, 27.03.

Nun geht unsere Reise weiter nach Neuseeland. Wir mussten das wunderschöne JEN Hotel um 11 Uhr auschecken, konnten die Koffer aber deponieren. Dann wieder rein in die Metro die genau unter dem Hotel eine Station hat und nochmals zu den Gardens of the Bay um sie auch bei Tageslicht zu besichtigen. Es ging zur Marina Bay und durch das imposante Marina Bay Sands Hotel in die Gärten mit den riesigen künstlichen Bäumen. Grün soweit das Auge reicht. Übrigens, ich habe noch keine Stadt gesehen die soviel Grün hat wie Singapore. Zurück zum Hotel und in der Shopping Mall im Food Center noch was gegessen und schon war der Fahrer wieder da und brachte uns zum Flughafen. Einchecken, warten, Boarding und pünklicher Abflug Richtung Christchurch. Aber, wir hatten einen Platz am Ende der Tragflächen und der Lärm von den Triebwerken war extrem laut und mit dem Schlafen war nicht viel drin.

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Cook Islands – Rarotonga

Freitag, 21.04.

Ja, man liest richtig, es ist wieder Freitag geworden weil wir die Zeitzone gewechselt haben und bei der Landung in Rarotonga noch 1 Stunde Freitag haben. Der Zeitunterschied zu Deutschland sind nun 12 Stunden.

Beim Aussteigen merkt man gleich wo man ist, 27 Grad schwülwarm. Beim Gepäckband sitzt mittendrin ein Gitarrenspieler und begrüsst uns mit typischer Musik, ein Gewusel am Band und warten bis die Koffer kommen. Sie kamen wenngleich andere schon 10 mal bei uns „vorbeigefahren“ sind. Pass- und Zollkontrolle schnell und ohne Probleme und dann wartete schon der Agent auf uns und man hängte uns gleichmal einen Blumenkranz um den Hals. Ab in den Bus und nach Mitternacht erreichten wir dann die Unterkunft, einen Bungalow mit Meerblick am Strand. Gesehen haben wir natürlich nicht viel, aber das Meer donnerte im Hintergrund ganz schön am Riff, weit draussen.

Samstag, 22.04.

Endlich mal ausschlafen in einem vernünftigen Bett nach 25 Tagen Bettenbauen im Womo, und dann der Blick von der Terrasse Richtung Meer, genauso wie man sich einen Südseetraum vorstellt. Palmen, Sand, türkisfarbige Lagune und weit draussen das Riff wo sich die Wellen austoben und das ganze bei 27 Grad.

Und dann mal ab ins Wasser, gefühlt 25 Grad und mehr, feiner Sandstrand und sehr flach. Zum Riff mögen es vielleicht 100 Meter sein, aber da wäre es sehr gefährlich denn die Wellen brechen sich im Schnitt mit einer geschätzten Höhe von 2 Metern und mehr.

Und nach all der vielen Fahrerei in Neuseeland tut es jetzt gut mal nichts zu tun und somit bringen wir den Tag auch zu Ende. Abendessen dann hier im Restaurant der Lodge und das war ausgezeichnet, mit karibischen Einschlag.

Sonntag, 23.04.

Nach dem Frühstück wurden wir ein paar Kilometer zu einer Kirche gefahren um dem Gottesdienst beizuwohnen. Das war schon sehr beeindruckend weil ganz anders wie bei uns. Predigten und viel stimmgewaltiger Gesang, mal mit und mal ohne Begleitung und das alles erinnert schon mehr an Gospel. Anschliessend haben wir uns ein Auto gemietet um die Insel zu erkunden. Nun ja, 34 Km Gesamtlänge der Strasse die rund herum führt dauern nicht lange und schon waren wir wieder an der Lodge. Bei 30 Grad im Schatten hatten wir auch keine Lust mehr auf weitere Unternehmungen.

Montag, 24.04.

Bergsteigen war heute angesagt und wer glaubt auf einer Südseeinsel kann man doch nicht bergsteigen, der hat sich schwer getäuscht. Von der Küstenstrasse biegt ein Schotterweg ab zum Papua Wasserfall und von da beginnt man den Aufstieg auf ca. 450 Meter. Ein extrem schwieriger Weg durch den dicht bewachsenen Wald, oft sehr steil und immer schmierig weil fast nur lehmiger Untergrund , dazu Steine und Wurzeln ohne Ende und genauso schmierig. Dieser Weg verlangt einen sehr viel ab und das bei ca. 28 Grad und sehr hoher Luftfeuchte. Am Lookout (413 m) angekommen, gibt es noch eine senkrechte Felsnadel die aus dem dichten Grün hoch hinausragt und sogar noch einen kurzen „Klettersteig“, denn da hat man eine schwere Eisenkette zum festhalten befestigt. Da kommt man dann nach kurzem Aufstieg zum höchsten Aussichtspunkt. Das war aber dann nichts mehr führ mich, mir hat es gereicht. Die Aussicht am Fuss der Felsnadel war auch sehr schön. Dann ging es an den Abstieg und der war genauso schwierig wie der Aufstieg und erforderte höchste Konzentration denn die Rutschgefahr auf Wurzeln, Steinen und Lehm war enorm. Aber wir sind wieder gut runtergekommen, wenn auch ganz schön fertig.

Blick vom Lookout zum Meer.

Blick zur „Needle“, seitlich sieht man ein schmales Band von unten nach oben, das ist der sog. „Klettersteig“.

Dienstag, 25.04.

Heute Mittag gaben wir das Auto zurück, drehten aber vorher noch die obligatorische Inselrunde um die Aussicht auf die verschieden Strände zu bewundern.

Es war wieder drückend warm, so um die 30 Grad und so beschränkte sich der Nachmittag auf die Terrasse unseres Strandbungalows und um natürlich in der Lagune zu baden. Dabei habe ich heute das Unterwassergehäuse für meine kleine Kamera ausprobiert und die ersten Aufnahmen erfolgreich in den Kasten bekommen.

Mittwoch, 26.04.

Heute gab es nicht viel aufregendes. Mit dem Bus von der Lodge in die „Hauptstadt“ Avarua, 2 CD’s mit lokaler Musik kaufen und wieder zurück und weiter faulenzen.

Donnerstag, 27.04.

Heute war der krönende Abschluss unseres Urlaubs. Wir haben eine Tagestour nach Aitutaki gebucht, angeblich die schönste Lagune der Welt. Es ging schon früh los, zuerst mit dem Flugzeug nach Aitutaki, dann mit dem Bus über die Hauptinsel und weiter auf das Boot. Und damit wurden wir einige Stunden durch die Lagune gefahren. Es gab Aufenthalte an verschiedenen Inseln und wir hatten Zeit zum Baden und zum schnorcheln. Dabei gab es eine Attraktion, das Fischefüttern. Die Guides haben anscheinend im Laufe der Jahre einige „Bluefin-Trevallys“ (Dickkopf-Stachelmakrele) so angefüttert dass sie ihnen nun aus der Hand fressen. Dieser Fisch kann immerhin 1,70 M lang werden und bis zu 80 Kg schwer werden. Dank meiner Unterwasserkamera sind mir dabei einige schöne Aufnahmen gelungen.

Mit dem Boot durch die Lagune.

Ein Bluefin-Trevally

und hier beim Füttern.

Mehr davon in einem kurzen Video: Schnorcheln mit Bluefin Trevallys

Freitag, 28.04.

Abreisetag, und es regnet fast pausenlos, und das in der Südsee! Dabei ist es aber nun etwas kühler und das erleichtert das Warten bis wir zum Flughafen gebracht werden. Das ist aber erst am späten Abend und bis dahin heisst es nun sich die Zeit zu vertreiben.
Aber das kriegen wir auch noch irgendwie hin. Dann steht uns allerdings ein langer Flug bis Los Angeles und 5 Stunden später ein noch längerer Flug bis München bevor.

Um genau zu sein, wir waren ca. 43 Stunden auf Achse bis wir zu Hause waren und dann aber auch ziemlich fertig. Aber es war eine Traumreise um die Welt und da kann man doch mal einen grösseren „Jetlag“ in Kauf nehmen.

Hervorgehoben

Gardasee 2021 im Herbst

Wieder mal für eine Woche an den Gardasee zum Camping Cisano wo wir schon öfters waren. Nichts geplant, einfach drauf los und auch noch ein bisschen mit dem MTB durch die Gegend fahren. 

Eine besondere Wolkenstimmung über dem See gab es dann auch noch am nächsten Tag zu sehen:

Das Wetter war wieder super, also rauf auf das Rad um eine kleine Runde zu drehen.

Zuerst von Cisano bis zum Canale Biffi und dann weiter bis Rivoli.

Kurz vor Rivoli mit Blick auf die Festung.

Von da aus dann über Seitenstrassen und Radwege zurück nach Cavaion Veronese, rauf nach Incaffi und auf der anderen Seite runter nach Bardolino und zurück.

Das waren rund 34 Km und ca. 820 Höhenmeter, reine Fahrzeit rund 3:25 Std.

Wir beschlossen am Mittwoch mit dem Bus nach Verona zu fahren und das ging problemlos und fast pünktlich. Aber, der Bus war brechend voll und das war in den jetzigen Corona-Zeiten nicht mehr so angenehm. Retour war es dann auch nicht viel anders, aber wir haben es schadlos „überlebt“.

Hier noch einige Bilder aus Verona:

Die Arena von Verona
Rundgang rund um die Arena
Die Arena von Verona
An der Piazza delle Erbe
Chiesa di Santa Anastasia
Chiesa di Santa Anastasia
Blick über die Etsch zum Castel San Pietro
Blick zum Santuario Nostra Signora di Lourdes Verona
Die Ponte Pietra
Im Dom von Verona, die Chiesa di San Giovanni in Fonte

Am letzten Tag habe ich dann noch einen Ausflug zur Festung Monte, gegenüber der Festung Wohlgemut auf der anderen Talseite der Etsch unternommen.

Der Tourverlauf con Cisano bis zur Festung Monte incl. einmal verfahren!

Es waren ca. 44 Km und 1220 Höhenmeter und eine Fahrzeit von ca. 4 Std.

Die Festung selber ist schon etwas „verfallen“, aber die Aussicht ist dafür phantastisch und es hat sich gelohnt hier rauf zu fahren.

Blick auf Monte und links davon die Festung
An der Festung angekommen
Blick auf die Festung Wohlgemut oberhalb der Etsch.
Ein etwas düsterer maroder Eindruck im inneren.
Auch Grafittis dürfen nicht fehlen
Blick zu den Windrädern

Und zum Schluss noch ein fast schon „kitschiger“ Sonnenuntergang am Gardasee, wie fast jeden Abend.

Das war’s von dieser wunderschönen Woche am Gardasee.

Die Südinsel

Dienstag, 28.03.

Wir haben Neuseeland erreicht, sind im Anflug auf Christchurch und blicken auf die phantastische Bergwelt der Südalpen.

Pünktliche Ankunft, problemlose Passkontrolle und dann wurden wir von 2 Drogenhunden beschnüffelt. Standartprozedur für jeden Einreisenden. Doch nun kam der Schreck, ist der Koffer weg? Das Band war leer und Bärbels Koffer war nicht in Sicht. Eine freundliche Mitarbeiterin kümmerte sich gleich um uns und brachte uns zu Schalter für verlorenes Gepäck. Die Dame vom Schalter wollte mal nachschauen ob der Koffer woanders gelandet war und ein junger Mann begann ein Formular auszufüllen und oh Wunder, der Koffer war auf einmal wieder da. Ein Passagier hatte aus Versehen den Koffer an sich genommen, aber rechtzeitig noch den Irrtum bemerkt. Das ging gerade nochmal gut.

Mit dem Shuttle ging es zum Heartland Hotel Cotswold, im Tudor Stil erbaut. Sieht von aussen besser aus als es innen war. Es ist zwar alles sauber, aber eigentlich längst überfällig zu renovieren und neuzeitlichen Erfordernissen anzupassen.

Wir hatten nun den Nachmittag noch Zeit die Stadt etwas zu erkunden und fuhren mit dem Bus in das Zentrum. Und da sieht man noch eindringlich die Spuren des Erdbebens von 2011 wo vieles zerstört wurde. Ein Highlight war dann noch die Fahrt mit der alten Strassenbahn rund um das Zentrum.

Das Wahrzeichen von Christchurch und im Hintergrund die vom Erdbeben zerstörte Kirche.

Mittwoch, 29.03.

Um 9 Uhr mit dem Taxi zu BRITZ um unser Wohnmobil zu übernehmen. Es kam eine Dame welche die Übergabe machte und wir konnten es kaum fassen als im Gespräch herauskam dass sie vor 20 Jahren ausgewandert ist und bis dahin in einem Ort wohnte, der nicht mehr als 10 Km von unserem Wohnort entfernt ist.

Und nun ging es los, Linksverkehr und ja keinen Fehler machen. Aber es war leichter als gedacht und als wir aus Christchurch raus waren war eh fast kein Verkehr mehr und wir konnten die Landschaft geniessen. Allerdings war das Wetter trübe, es hatte in der Nacht davor auch noch geregnet. Doch je näher wir Richtung Tekapo kamen wurde der Nebel lichter und dann fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein Richtung Berge. Wir sahlen bereits in der Ferne den weiss leuchtenden Mount Cook und die ganze Pracht der Südalpen.

In Tekapo angekommen buchten wir zuerst den Rundflug und fuhren dann noch zur Church of the good Sheperd welche direkt am See liegt bevor wir dann am Campingplatz unser Womo einparkten.

Donnerstag, 30.03.

Es ist ein Traumtag mit strahlend blauen Himmel. Wir hatten gestern einen Rundflug gebucht und waren dann um 11:30 Uhr in der Luft. Die „Air Safari“ dauert ca. 50 Minuten und fliegt in die faszinierend schöne Bergwelt der Südalpen mit den höchsten Bergen rund um den Mount Cook. Es war aufregend und unglaublich schön Berge, Gletscher und ewiges Eis aus der Luft und in nächster Nähe zu sehen. Hier für’s erste mal ein paar Bilder von unserem Rundflug.

Der Tasman Gletscher

Das war unser Pilot und es war für mich besonders aufregend denn ich durfte auf dem Sitz des Co-Piloten Platz nehmen und hatte natürlich eine grandiose Aussicht und konnte dem Piloten auch noch bei der Arbeit zusehen. Fliegen lassen wollte er mich aber nicht.

An der Canal Road mit Blick zum Mt. Cook (da gibt es eine Lachsfarm)

Nochmals der Lake Pukaki

Wir fuhren am Lake Pukaki entlang zur Mt. Cook Village. Von da aus kann man einige Wanderungen unternehmen. Ich bin bis zum Kea Point marschiert von wo aus man einen schönen Blick auf den Mt. Cook hat.

Freitag 31.03.

Wir verlassen Twizel um heute bis Dunedin zu fahren.

Eine wunderschöne Bucht, einige Kilometer vor Dunedin.

Bei den Moeraki Boulders, allerdings kann man sie nur bei Ebbe sehen.

keiner weiss wie diese „Rundlinge“ hier entstanden sind.

Wir fuhren weiter nach Dunedin wo wir uns ein bisschen umschauten und dann zu unseren Campingplatz fuhren.

Samstag, 01.04,

Das Wetter meint es nicht gut, grau in grau. Wir beschlossen zur Otago Halbinsel rauszufahren, da gibt es eine Kormoran Kolonie und eine Pinguin Kolonie zu sehen. Am Ende der Halbinsel war es sehr nebelig, dicke Schwaden zogen vom Meer hoch und es machte keinen Sinn für viel Eintrittsgeld die Kolonie zu besichtigen. Also weiter zu den Pinguinen, aber da hatten wir auch Pech. Die Pinguine waren draussen im Meer und kommen erst abends zurück. So, was nun? Fahren wir halt noch zum einzigen Schloss von Neuseeland, dem Larnach Castle. Kaum waren wir oben auf dem Berg zog auch hier der Nebel hoch und es war nichts mit schönen Bildern vom Schloss und vom wunderbaren Garten. Immerhin haben wir dann noch das Schloss von innen besichtigt.

Dann ging es weiter zum nächsten Etappenziel, nach Te Anau und damit sind wir der Westcoast schon ganz nah. Hier noch ein Bild von der Fahrt, ca. 50 Km vor Te Anau bei gewaltiger Wolkenstimung.

Sonntag, 02.04.

Eigentlich war mal geplant den Milford Sound zu besichtigen und eine Bootstour zu unternehmen. Aber die Wetteraussichten waren nicht so gut und ausserdem wimmelt es da nur so von Besuchern. Wir beschlossen deshalb zum Lake Manapuri zu fahren und dann weiter nach Queenstown. Dort angekommen haben wir bei einem Bootsanleger geparkt und festgestellt, ab hier gibt es Bootstouren zum Doubtful Sound. Start um 10:30 Uhr und zurück gegen 18 Uhr. Das Wetter war auch nicht schlecht und es waren nicht viele Leute am Steg, aber dafür noch ein Bus voll mit Chinesen und die trifft man hier auch überall. Kurz entschlossen, Tickets gekauft und dann auf das Boot. Man fährt zuerst über den Lake Manapuri, steigt dann in einen Bus und fährt durch einen tollen Regenwald und über den Wilmot-Pass (672 m) zum Ende des Doubtful Sound und dann geht es mit dem Boot raus bis zum Ende des Sound und somit bis zur Tasmanischen See. Das Boot, ein Katamaran, brettert teilweise mit 40 Std/Km durch den Sound. Es war ein wunderschöner Tag mit vielen Eindrücken und das Wetter hat auch mitgespielt.

Blick vom Pass auf den Doubtful Sound.

Das Boot legt an zur Reise durch den Sound.

Und Wasserfälle, links und rechts in allen Facetten.

Rückfahrt am Abend, volle Kraft voraus über den Lake Manapuri.

Montag, 03.04.

Wir hatten eine saukalte Nacht am Campingplatz am Lake Manapuri. Das Womo hat zwar eine Dieselheizung, aber nur eine Auslassdüse und das reicht auch bei Volldampf nicht. Auch der Campingplatz war von Anno Domini, dafür aber auch noch teuer. Gleich hinter dem Auto beginnt ein Waldstück zum See und das war im Morgenlicht mit all den Moospolstern herrlich anzusehen.

Es ging nun weiter Richtung Queenstown bei herrlichem Wetter und einer eindrucksvollen Landschaft. Hier ein Bild, aufgenommen ca. 20 Km nach Manapuri.

Vom Nordende des Lake Wakatipu geht es dann immer am Ufer entlang Richtung Queenstown.

In Queenstown angekommen fuhren wir zuerst zur Talstation der Skyline Gondola um auf den Bob’s Peak zu kommen. Und das war es auf alle Fälle wert denn es bot sich ein grandioser Ausblick bei schönstem Wetter auf Queenstown.

An der Bergstation kann man auch Bungee Springen und einem reichte der normale Absprung nicht, er musste auch noch auf das Dach klettern um von da aus zu springen:

Nach einer kurzen „Stadtrundfahrt“ mit dem Womo ging es weiter zur Kawaru Historic Bridge um den Bungee Springern zuzusehen. Hier wurden 1988 die ersten kommerziellen Bungee Sprünge angeboten. Mehr davon habe ich auf Video.

Die Fahrt ging weiter nach Cromwell wo wir noch im Supermarkt eingekauft haben (alles teuer) um dann am Campingplatz Holiday Park Top 10 die Nacht zu verbringen.

Dienstag, 03.04.

Bewölkter Himmel, keine Sonne, aber kein Regen. Wir fuhren zuerst noch nach Old Cromwell, eine Art Museum, wo man die alten Häuser nachgebaut hat. Schaut aus wie eine Westernstadt. Dann ging die Fahrt weiter Richtung Haast Pass, über Wanaka und entlang vom Lake Hawea.

Vor dem Haast Pass haben wir noch die Blue Pools welche man nach einem längeren Fussmarsch von der Strasse aus erreicht.

Weiter ging es über den Pass und als wir unten waren eröffnete sich ein herrlicher Blick auf die Berge.

Wir machten auch einen Abstecher zum Meer (Ship Creek), haben aber gleich wieder die Reissleine gezogen als Schwärme von Sandflies sich für unser Blut interressierten. Freundliche Kiwis wollten uns gleich mit Sandfliegenschutz einsprühen.

Entlang der Küste führt die Strasse durch den Regenwald und es ist eine phantastische Vegetation die man da zu sehen bekommt, vor allem die Bäume und Riesenfarne.

Es war schon 18 Uhr als wir in der Fox Glacier Lodge unser Womo einparkten. Und kurz darauf kam doch glatt ein Kea vorbei und schaute sich an, ob es hier was zu holen gibt. Ich habe auch noch ein kleines Video mit Taschenlampe gemacht als der Vogel sich an einem Handtuch vergnügte. Diese Keas haben nur Blödsinn im Kopf. Aber, ein schönes Portrait ist mir auch noch gelungen.

Mittwoch, 05.04.

Und wieder ein schöner Morgen, also ab zum Lake Matheson, den sogenannten „Spiegelsee“. Und er hat uns nicht enttäuscht. Nach einer kurzen Wanderung durch den Regenwald standen wir am Aussichtspunkt, in der Ferne der Mt. Cook und die anderen Berge und vor uns ein fast spiegelglatter See. Traumhaft schön.

Der Weg zum See und zurück führt durch dichten Regenwald und dabei hat sich auch noch jemand an den Lianen als Tarzan versucht.

Faszinierend diese Riesenfarne die es auch noch viel grösser gibt.

Weiter ging die Fahrt zum Fox Gletscher wo wir eine kurze Wanderung Richtung Gletscherende unternahmen, aber bis zur Gletscherzunge war es zu weit und ausserdem hatten wir das Ganze ja schon aus der Luft gesehen. Ebenso beim nächsten Stop, dem Franz-Josefs Gletscher, ein kurzer Stop und dann ging es weiter der Westküste entlang. Auch hier kann man deutlich sehen wie die Gletscher immer weiter sich zurückziehen. Interessant ist auch die Tatsache dass die Gletscher zum Teil bis zu 8 Meter am Tag sich Richtung Tal schieben.

Ein Abstecher nach Okarito war auch nicht umwerfend, aber am Strand wenigstens keine Sandfliegen mehr.

Der Himmel bewölkte sich immer mehr und die Strasse führt endlos durch den Regenwald, abseits der Küste. Kurz vor Ross, in Pukekurea, machten wir noch eine Kaffeepause in einer urigen Bushmen’s Kneipe, Puke Pub genannt.

In Ross haben wir dann beim Empire Hotel unser Womo abgestellt und das war dann genau der richtige Platz um meinen Geburtstag zu feiern. Die Bude voll mit alllen möglichen Leuten, auch 2 junge Deutsche waren mit dabei und wir hatten einen tollen Abend. Nach dem Buffet (ca. 16 €, all you can eat) ging es weiter und ein Kiwi machte dann auch noch Muik auf der Gitarre.

Donnerstag, 06.04.

Nun hat es uns erwischt. In der Nacht begann es zu regnen und das wird heute den ganzen Tag so bleiben. Es blieb nicht so denn es hörte bald auf zu regnen, doch der Himmel blieb Grau in Grau. Es ging immer entlang der Küste zuerst bis Hokitita. Zuerst mal wieder einkaufen, dann die Kleinstadt etwas ablaufen und das Wahrzeichen, den Glockenturm fotografieren.

Weiter ging es nach Punakaiki zu den Pancake Rocks, eine eigenwillige Felsenstruktur die die Natur hier geschaffen hat.

Ein Bild von der typischen Westküste in diesem Abschnitt.

Und dann zum letzten Punkt des Tages, zur Robbenkolonie an der Tauranga Bay. Vom Parkplatz wandert man ein kurzes Stück und von einem Aussichtspunkt kann man im Wasser und auf den Felsen die Robben aus gewisser Entfernung beobachten. Anscheinend gab es jede Menge Jungtiere denn die trieben ihr Unwesen auf den Felsen beim gegenseitigen Kräftemessen. Da war ich mit meiner Videokamera mal wieder im Vorteil denn mit dem Digitalzoom kam ich ganz nah ran, wenn es auch sehr schwierig war. Hier ein kleines Video dazu:

Dann aber ab durch die Mitte denn es wurde kalt und in Westport haben wir wieder einen schönen Campingplatz gefunden.

Freitag, 07.04.

Von Westport ging es nun Richtung Buller Schlucht und da gibt es die längste Swingbridge Neuseelands, mit 110 m Länge. Also rauf auf die Brücke und auf die andere Seite, echt schönes Erlebnis wenn das ganze Ding dann auch ziemlich rumschaukelt, und das alles ziemlich hoch über dem Buller River.

Na, besonders breit ist die Brücke nun gerade nicht.

Nach diesem Abenteuer ging es Weiter nach Mutueka. Der Plan war noch bis zum Cape Farewell zu fahren, doch je weiter wir in diese Richtung fuhren desto dichter waren die Wolken und es war klar, das wird eine Schneiderfahrt die nichts mehr bringt. Also sind wir in Takaka, ca. 45 Km vor dem Ziel umgekehrt um uns in Mutueka einen Campingplatz zu suchen. Dabei muss man aber wieder zurück über den Takaka Hill, einen unwahrscheinlich kurvenreichen und hohen Pass fahren. Ging aber nicht anders weil es keine weiteren Strassen gibt. Hier noch ein Bild von der Passhöhe mit Blick zum Meer und ganz, ganz weit hinten wäre dann die Antarktis !!!

Samstag, 08.04.

Wir fahren nun am letzten Tag unserer Reise über die Südinsel nach Nelson und dann weiter nach Picton wo wir dann am nächsten Tag die Fähre nach Wellington auf die Nordinsel nehmen. Zuerst noch ein Stop in Nelson, very British und Spaziergang über einen Wochenmarkt mit viel Krimskram, aber auch schönen Sachen. Viele Künstler bieten ihre Erzeugnisse an. Dann weiter nach Havelock und über den sehr kurvenreichen aber auch sehr schönen Queen Charlotte Drive an der Küste entlang nach Picton. Wer hier wohnt kann sich glücklich schätzen, ein wunderschöner Teil Neuseelands mit Buchten ohne Ende rund um den Marlboro Sound.

Es war zwar eine vollgepackte Tour und wir sind rund 2600 Km gefahren, aber es war einfach nur schön zu sehen was Neuseeland zu bieten hat: grandiose Landschaften, unkomplizierte Menschen und Begegnungen und noch so vieles mehr was das Leben hier schon sehr entspannt und lebenswert machen würde im Vergleich zu unserer Welt in Europa.

Nelson, unterhalb der Christ Church: mit dem Baum könnte ich viele Winter heizen !!

Im Zentrum von Nelson.

Ca. 10 Km vor Picton: Blick Richtung Marlboro Sound vom Queen Charlotte Drive aus gesehen.

Picton, an der Hafenpromenade.

Natürlich gibt es von dieser Reise sehr viel mehr Bilder und Videoclips, aber hier kann ich nur mit ein paar Bildern einen kleinen Eindruck von dieser Tour vermitteln.

Und nun, weiter geht’s mit der Nordinsel.

Noch ein Tip für Camper: es gibt für die Holiday Top 10 Campingplätze eine „Mitgliederkarte“ für ca. 49 NZ$ zu kaufen. Dafür bekommt man auf jedem Top 10 Platz 10% Ermässigung, meistens noch 250 MB oder mehr gratis Internetvolumen und bei der Fähre von Picton nach Wellington mit „Islander“ nochmals 10% Ermässigung und das waren ca.39 NZ$.