Willkommen auf diesen Seiten

Reisen war für mich schon immer interessant und so zog es mich schon in jungen Jahren in das Ausland, wenn auch nur zum Arbeiten. Westafrika, Algerien, Irak und Saudi Arabien waren die Stationen. Damals gab es keine Digitalfotografie und kein Internet und somit werden die Bilder und Super-8 Filme auch weiterhin im Schrank verweilen. Die Zeit der analogen Bilder ist vorbei und nun ergibt sich auch die Möglichkeit der Internetpräsentation und die will ich hiermit auch nutzen. Es gibt immer wieder wunderbare Momente auf Reisen welche man mit der Kamera einfängt und die man auch anderen zeigen will. Ich finde es auf alle Fälle eine gute Möglichkeit sich entweder vorab schon mal über ein Reiseziel zu informieren oder einfach nur, wie oft auch geboten, schöne Bilder auf sich wirken zu lassen.

Deshalb sollen diese Seiten vielleicht auch als Anregung oder als Information dienen wenn jemand auf der Suche nach einem Reiseziel ist oder sich gerne mal ein paar Bilder anschauen möchte. Über einen Kommentar würde ich mich freuen. Kritik, Anregungen und auch die Frage nach weiteren Informationen sind herzlich willkommen.

Im Lauf der Jahre habe ich dann noch meine Leidenschaft für das Mountainbiken entdeckt und deshalb sind hier auch einige Berichte von schönen Touren zu sehen.

Auch auf YouTube gibt es von mir was zu sehen: Der Link zu meinem YouTube Kanal und viele Bilder gibt es auch auf FLIKR zu sehen: Meine Bildergalerie auf Flikr

Rarotonga, Cook Inseln

Freitag, 21.04.

Ja, man liest richtig, es ist wieder Freitag geworden weil wir die Zeitzone gewechselt haben und bei der Landung in Rarotonga noch 1 Stunde Freitag haben. Der Zeitunterschied zu Deutschland sind nun 12 Stunden.

Beim Aussteigen merkt man gleich wo man ist, 27 Grad schwülwarm. Beim Gepäckband sitzt mittendrin ein Gitarrenspieler und begrüsst uns mit typischer Musik, ein Gewusel am Band und warten bis die Koffer kommen. Sie kamen wenngleich andere schon 10 mal bei uns „vorbeigefahren“ sind. Pass- und Zollkontrolle schnell und ohne Probleme und dann wartete schon der Agent auf uns und man hängte uns gleichmal einen Blumenkranz um den Hals. Ab in den Bus und nach Mitternacht erreichten wir dann die Unterkunft, einen Bungalow mit Meerblick am Strand. Gesehen haben wir natürlich nicht viel, aber das Meer donnerte im Hintergrund ganz schön am Riff, weit draussen.

Samstag, 22.04.

Endlich mal ausschlafen in einem vernünftigen Bett nach 25 Tagen Bettenbauen im Womo, und dann der Blick von der Terrasse Richtung Meer, genauso wie man sich einen Südseetraum vorstellt. Palmen, Sand, türkisfarbige Lagune und weit draussen das Riff wo sich die Wellen austoben und das ganze bei 27 Grad.

Und dann mal ab ins Wasser, gefühlt 25 Grad und mehr, feiner Sandstrand und sehr flach. Zum Riff mögen es vielleicht 100 Meter sein, aber da wäre es sehr gefährlich denn die Wellen brechen sich im Schnitt mit einer geschätzten Höhe von 2 Metern und mehr.

Und nach all der vielen Fahrerei in Neuseeland tut es jetzt gut mal nichts zu tun und somit bringen wir den Tag auch zu Ende. Abendessen dann hier im Restaurant der Lodge und das war ausgezeichnet, mit karibischen Einschlag.

Sonntag, 23.04.

Nach dem Frühstück wurden wir ein paar Kilometer zu einer Kirche gefahren um dem Gottesdienst beizuwohnen. Das war schon sehr beeindruckend weil ganz anders wie bei uns. Predigten und viel stimmgewaltiger Gesang, mal mit und mal ohne Begleitung und das alles erinnert schon mehr an Gospel. Anschliessend haben wir uns ein Auto gemietet um die Insel zu erkunden. Nun ja, 34 Km Gesamtlänge der Strasse die rund herum führt dauern nicht lange und schon waren wir wieder an der Lodge. Bei 30 Grad im Schatten hatten wir auch keine Lust mehr auf weitere Unternehmungen.

Montag, 24.04.

Bergsteigen war heute angesagt und wer glaubt auf einer Südseeinsel kann man doch nicht bergsteigen, der hat sich schwer getäuscht. Von der Küstenstrasse biegt ein Schotterweg ab zum Papua Wasserfall und von da beginnt man den Aufstieg auf ca. 450 Meter. Ein extrem schwieriger Weg durch den dicht bewachsenen Wald, oft sehr steil und immer schmierig weil fast nur lehmiger Untergrund , dazu Steine und Wurzeln ohne Ende und genauso schmierig. Dieser Weg verlangt einen sehr viel ab und das bei ca. 28 Grad und sehr hoher Luftfeuchte. Am Lookout (413 m) angekommen, gibt es noch eine senkrechte Felsnadel die aus dem dichten Grün hoch hinausragt und sogar noch einen kurzen „Klettersteig“, denn da hat man eine schwere Eisenkette zum festhalten befestigt. Da kommt man dann nach kurzem Aufstieg zum höchsten Aussichtspunkt. Das war aber dann nichts mehr führ mich, mir hat es gereicht. Die Aussicht am Fuss der Felsnadel war auch sehr schön. Dann ging es an den Abstieg und der war genauso schwierig wie der Aufstieg und erforderte höchste Konzentration denn die Rutschgefahr auf Wurzeln, Steinen und Lehm war enorm. Aber wir sind wieder gut runtergekommen, wenn auch ganz schön fertig.

Blick vom Lookout zum Meer.

Blick zur “Needle”, seitlich sieht man ein schmales Band von unten nach oben, das ist der sog. “Klettersteig”.

Dienstag, 25.04.

Heute Mittag gaben wir das Auto zurück, drehten aber vorher noch die obligatorische Inselrunde um die Aussicht auf die verschieden Strände zu bewundern.

Es war wieder drückend warm, so um die 30 Grad und so beschränkte sich der Nachmittag auf die Terrasse unseres Strandbungalows und um natürlich in der Lagune zu baden. Dabei habe ich heute das Unterwassergehäuse für meine kleine Kamera ausprobiert und die ersten Aufnahmen erfolgreich in den Kasten bekommen.

Mittwoch, 26.04.

Heute gab es nicht viel aufregendes. Mit dem Bus von der Lodge in die “Hauptstadt” Avarua, 2 CD’s mit lokaler Musik kaufen und wieder zurück und weiter faulenzen.

Donnerstag, 27.04.

Heute war der krönende Abschluss unseres Urlaubs. Wir haben eine Tagestour nach Aitutaki gebucht, angeblich die schönste Lagune der Welt. Es ging schon früh los, zuerst mit dem Flugzeug nach Aitutaki, dann mit dem Bus über die Hauptinsel und weiter auf das Boot. Und damit wurden wir einige Stunden durch die Lagune gefahren. Es gab Aufenthalte an verschiedenen Inseln und wir hatten Zeit zum Baden und zum schnorcheln. Dabei gab es eine Attraktion, das Fischefüttern. Die Guides haben anscheinend im Laufe der Jahre einige “Bluefin-Trevallys” (Dickkopf-Stachelmakrele) so angefüttert dass sie ihnen nun aus der Hand fressen. Dieser Fisch kann immerhin 1,70 M lang werden und bis zu 80 Kg schwer werden. Dank meiner Unterwasserkamera sind mir dabei einige schöne Aufnahmen gelungen.

Mit dem Boot durch die Lagune.

Ein Bluefin-Trevally

und hier beim Füttern.

Mehr davon in einem kurzen Video: Schnorcheln mit Bluefin Trevallys

Freitag, 28.04.

Abreisetag, und es regnet fast pausenlos, und das in der Südsee! Dabei ist es aber nun etwas kühler und das erleichtert das Warten bis wir zum Flughafen gebracht werden. Das ist aber erst am späten Abend und bis dahin heisst es nun sich die Zeit zu vertreiben.
Aber das kriegen wir auch noch irgendwie hin. Dann steht uns allerdings ein langer Flug bis Los Angeles und 5 Stunden später ein noch längerer Flug bis München bevor.

Um genau zu sein, wir waren ca. 43 Stunden auf Achse bis wir zu Hause waren und dann aber auch ziemlich fertig. Aber es war eine Traumreise um die Welt und da kann man doch mal einen grösseren “Jetlag” in Kauf nehmen.

Südinsel

Dienstag, 28.03.

Wir haben Neuseeland erreicht, sind im Anflug auf Christchurch und blicken auf die phantastische Bergwelt der Südalpen.

Pünktliche Ankunft, problemlose Passkontrolle und dann wurden wir von 2 Drogenhunden beschnüffelt. Standartprozedur für jeden Einreisenden. Doch nun kam der Schreck, ist der Koffer weg? Das Band war leer und Bärbels Koffer war nicht in Sicht. Eine freundliche Mitarbeiterin kümmerte sich gleich um uns und brachte uns zu Schalter für verlorenes Gepäck. Die Dame vom Schalter wollte mal nachschauen ob der Koffer woanders gelandet war und ein junger Mann begann ein Formular auszufüllen und oh Wunder, der Koffer war auf einmal wieder da. Ein Passagier hatte aus Versehen den Koffer an sich genommen, aber rechtzeitig noch den Irrtum bemerkt. Das ging gerade nochmal gut.

Mit dem Shuttle ging es zum Heartland Hotel Cotswold, im Tudor Stil erbaut. Sieht von aussen besser aus als es innen war. Es ist zwar alles sauber, aber eigentlich längst überfällig zu renovieren und neuzeitlichen Erfordernissen anzupassen.

Wir hatten nun den Nachmittag noch Zeit die Stadt etwas zu erkunden und fuhren mit dem Bus in das Zentrum. Und da sieht man noch eindringlich die Spuren des Erdbebens von 2011 wo vieles zerstört wurde. Ein Highlight war dann noch die Fahrt mit der alten Strassenbahn rund um das Zentrum.

Das Wahrzeichen von Christchurch und im Hintergrund die vom Erdbeben zerstörte Kirche.

Mittwoch, 29.03.

Um 9 Uhr mit dem Taxi zu BRITZ um unser Wohnmobil zu übernehmen. Es kam eine Dame welche die Übergabe machte und wir konnten es kaum fassen als im Gespräch herauskam dass sie vor 20 Jahren ausgewandert ist und bis dahin in einem Ort wohnte, der nicht mehr als 10 Km von unserem Wohnort entfernt ist.

Und nun ging es los, Linksverkehr und ja keinen Fehler machen. Aber es war leichter als gedacht und als wir aus Christchurch raus waren war eh fast kein Verkehr mehr und wir konnten die Landschaft geniessen. Allerdings war das Wetter trübe, es hatte in der Nacht davor auch noch geregnet. Doch je näher wir Richtung Tekapo kamen wurde der Nebel lichter und dann fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein Richtung Berge. Wir sahlen bereits in der Ferne den weiss leuchtenden Mount Cook und die ganze Pracht der Südalpen.

In Tekapo angekommen buchten wir zuerst den Rundflug und fuhren dann noch zur Church of the good Sheperd welche direkt am See liegt bevor wir dann am Campingplatz unser Womo einparkten.

Donnerstag, 30.03.

Es ist ein Traumtag mit strahlend blauen Himmel. Wir hatten gestern einen Rundflug gebucht und waren dann um 11:30 Uhr in der Luft. Die “Air Safari” dauert ca. 50 Minuten und fliegt in die faszinierend schöne Bergwelt der Südalpen mit den höchsten Bergen rund um den Mount Cook. Es war aufregend und unglaublich schön Berge, Gletscher und ewiges Eis aus der Luft und in nächster Nähe zu sehen. Hier für’s erste mal ein paar Bilder von unserem Rundflug.

Der Tasman Gletscher

Das war unser Pilot und es war für mich besonders aufregend denn ich durfte auf dem Sitz des Co-Piloten Platz nehmen und hatte natürlich eine grandiose Aussicht und konnte dem Piloten auch noch bei der Arbeit zusehen. Fliegen lassen wollte er mich aber nicht.

An der Canal Road mit Blick zum Mt. Cook (da gibt es eine Lachsfarm)

Nochmals der Lake Pukaki

Wir fuhren am Lake Pukaki entlang zur Mt. Cook Village. Von da aus kann man einige Wanderungen unternehmen. Ich bin bis zum Kea Point marschiert von wo aus man einen schönen Blick auf den Mt. Cook hat.

Freitag 31.03.

Wir verlassen Twizel um heute bis Dunedin zu fahren.

Eine wunderschöne Bucht, einige Kilometer vor Dunedin.

Bei den Moeraki Boulders, allerdings kann man sie nur bei Ebbe sehen.

keiner weiss wie diese “Rundlinge” hier entstanden sind.

Wir fuhren weiter nach Dunedin wo wir uns ein bisschen umschauten und dann zu unseren Campingplatz fuhren.

Samstag, 01.04,

Das Wetter meint es nicht gut, grau in grau. Wir beschlossen zur Otago Halbinsel rauszufahren, da gibt es eine Kormoran Kolonie und eine Pinguin Kolonie zu sehen. Am Ende der Halbinsel war es sehr nebelig, dicke Schwaden zogen vom Meer hoch und es machte keinen Sinn für viel Eintrittsgeld die Kolonie zu besichtigen. Also weiter zu den Pinguinen, aber da hatten wir auch Pech. Die Pinguine waren draussen im Meer und kommen erst abends zurück. So, was nun? Fahren wir halt noch zum einzigen Schloss von Neuseeland, dem Larnach Castle. Kaum waren wir oben auf dem Berg zog auch hier der Nebel hoch und es war nichts mit schönen Bildern vom Schloss und vom wunderbaren Garten. Immerhin haben wir dann noch das Schloss von innen besichtigt.

Dann ging es weiter zum nächsten Etappenziel, nach Te Anau und damit sind wir der Westcoast schon ganz nah. Hier noch ein Bild von der Fahrt, ca. 50 Km vor Te Anau bei gewaltiger Wolkenstimung.

Sonntag, 02.04.

Eigentlich war mal geplant den Milford Sound zu besichtigen und eine Bootstour zu unternehmen. Aber die Wetteraussichten waren nicht so gut und ausserdem wimmelt es da nur so von Besuchern. Wir beschlossen deshalb zum Lake Manapuri zu fahren und dann weiter nach Queenstown. Dort angekommen haben wir bei einem Bootsanleger geparkt und festgestellt, ab hier gibt es Bootstouren zum Doubtful Sound. Start um 10:30 Uhr und zurück gegen 18 Uhr. Das Wetter war auch nicht schlecht und es waren nicht viele Leute am Steg, aber dafür noch ein Bus voll mit Chinesen und die trifft man hier auch überall. Kurz entschlossen, Tickets gekauft und dann auf das Boot. Man fährt zuerst über den Lake Manapuri, steigt dann in einen Bus und fährt durch einen tollen Regenwald und über den Wilmot-Pass (672 m) zum Ende des Doubtful Sound und dann geht es mit dem Boot raus bis zum Ende des Sound und somit bis zur Tasmanischen See. Das Boot, ein Katamaran, brettert teilweise mit 40 Std/Km durch den Sound. Es war ein wunderschöner Tag mit vielen Eindrücken und das Wetter hat auch mitgespielt.

Blick vom Pass auf den Doubtful Sound.

Das Boot legt an zur Reise durch den Sound.

Und Wasserfälle, links und rechts in allen Facetten.

Rückfahrt am Abend, volle Kraft voraus über den Lake Manapuri.

Montag, 03.04.

Wir hatten eine saukalte Nacht am Campingplatz am Lake Manapuri. Das Womo hat zwar eine Dieselheizung, aber nur eine Auslassdüse und das reicht auch bei Volldampf nicht. Auch der Campingplatz war von Anno Domini, dafür aber auch noch teuer. Gleich hinter dem Auto beginnt ein Waldstück zum See und das war im Morgenlicht mit all den Moospolstern herrlich anzusehen.

Es ging nun weiter Richtung Queenstown bei herrlichem Wetter und einer eindrucksvollen Landschaft. Hier ein Bild, aufgenommen ca. 20 Km nach Manapuri.

Vom Nordende des Lake Wakatipu geht es dann immer am Ufer entlang Richtung Queenstown.

In Queenstown angekommen fuhren wir zuerst zur Talstation der Skyline Gondola um auf den Bob’s Peak zu kommen. Und das war es auf alle Fälle wert denn es bot sich ein grandioser Ausblick bei schönstem Wetter auf Queenstown.

An der Bergstation kann man auch Bungee Springen und einem reichte der normale Absprung nicht, er musste auch noch auf das Dach klettern um von da aus zu springen:

Nach einer kurzen “Stadtrundfahrt” mit dem Womo ging es weiter zur Kawaru Historic Bridge um den Bungee Springern zuzusehen. Hier wurden 1988 die ersten kommerziellen Bungee Sprünge angeboten. Mehr davon habe ich auf Video.

Die Fahrt ging weiter nach Cromwell wo wir noch im Supermarkt eingekauft haben (alles teuer) um dann am Campingplatz Holiday Park Top 10 die Nacht zu verbringen.

Dienstag, 03.04.

Bewölkter Himmel, keine Sonne, aber kein Regen. Wir fuhren zuerst noch nach Old Cromwell, eine Art Museum, wo man die alten Häuser nachgebaut hat. Schaut aus wie eine Westernstadt. Dann ging die Fahrt weiter Richtung Haast Pass, über Wanaka und entlang vom Lake Hawea.

Vor dem Haast Pass haben wir noch die Blue Pools welche man nach einem längeren Fussmarsch von der Strasse aus erreicht.

Weiter ging es über den Pass und als wir unten waren eröffnete sich ein herrlicher Blick auf die Berge.

Wir machten auch einen Abstecher zum Meer (Ship Creek), haben aber gleich wieder die Reissleine gezogen als Schwärme von Sandflies sich für unser Blut interressierten. Freundliche Kiwis wollten uns gleich mit Sandfliegenschutz einsprühen.

Entlang der Küste führt die Strasse durch den Regenwald und es ist eine phantastische Vegetation die man da zu sehen bekommt, vor allem die Bäume und Riesenfarne.

Es war schon 18 Uhr als wir in der Fox Glacier Lodge unser Womo einparkten. Und kurz darauf kam doch glatt ein Kea vorbei und schaute sich an, ob es hier was zu holen gibt. Ich habe auch noch ein kleines Video mit Taschenlampe gemacht als der Vogel sich an einem Handtuch vergnügte. Diese Keas haben nur Blödsinn im Kopf. Aber, ein schönes Portrait ist mir auch noch gelungen.

Mittwoch, 05.04.

Und wieder ein schöner Morgen, also ab zum Lake Matheson, den sogenannten “Spiegelsee”. Und er hat uns nicht enttäuscht. Nach einer kurzen Wanderung durch den Regenwald standen wir am Aussichtspunkt, in der Ferne der Mt. Cook und die anderen Berge und vor uns ein fast spiegelglatter See. Traumhaft schön.

Der Weg zum See und zurück führt durch dichten Regenwald und dabei hat sich auch noch jemand an den Lianen als Tarzan versucht.

Faszinierend diese Riesenfarne die es auch noch viel grösser gibt.

Weiter ging die Fahrt zum Fox Gletscher wo wir eine kurze Wanderung Richtung Gletscherende unternahmen, aber bis zur Gletscherzunge war es zu weit und ausserdem hatten wir das Ganze ja schon aus der Luft gesehen. Ebenso beim nächsten Stop, dem Franz-Josefs Gletscher, ein kurzer Stop und dann ging es weiter der Westküste entlang. Auch hier kann man deutlich sehen wie die Gletscher immer weiter sich zurückziehen. Interessant ist auch die Tatsache dass die Gletscher zum Teil bis zu 8 Meter am Tag sich Richtung Tal schieben.

Ein Abstecher nach Okarito war auch nicht umwerfend, aber am Strand wenigstens keine Sandfliegen mehr.

Der Himmel bewölkte sich immer mehr und die Strasse führt endlos durch den Regenwald, abseits der Küste. Kurz vor Ross, in Pukekurea, machten wir noch eine Kaffeepause in einer urigen Bushmen’s Kneipe, Puke Pub genannt.

In Ross haben wir dann beim Empire Hotel unser Womo abgestellt und das war dann genau der richtige Platz um meinen Geburtstag zu feiern. Die Bude voll mit alllen möglichen Leuten, auch 2 junge Deutsche waren mit dabei und wir hatten einen tollen Abend. Nach dem Buffet (ca. 16 €, all you can eat) ging es weiter und ein Kiwi machte dann auch noch Muik auf der Gitarre.

Donnerstag, 06.04.

Nun hat es uns erwischt. In der Nacht begann es zu regnen und das wird heute den ganzen Tag so bleiben. Es blieb nicht so denn es hörte bald auf zu regnen, doch der Himmel blieb Grau in Grau. Es ging immer entlang der Küste zuerst bis Hokitita. Zuerst mal wieder einkaufen, dann die Kleinstadt etwas ablaufen und das Wahrzeichen, den Glockenturm fotografieren.

Weiter ging es nach Punakaiki zu den Pancake Rocks, eine eigenwillige Felsenstruktur die die Natur hier geschaffen hat.

Ein Bild von der typischen Westküste in diesem Abschnitt.

Und dann zum letzten Punkt des Tages, zur Robbenkolonie an der Tauranga Bay. Vom Parkplatz wandert man ein kurzes Stück und von einem Aussichtspunkt kann man im Wasser und auf den Felsen die Robben aus gewisser Entfernung beobachten. Anscheinend gab es jede Menge Jungtiere denn die trieben ihr Unwesen auf den Felsen beim gegenseitigen Kräftemessen. Da war ich mit meiner Videokamera mal wieder im Vorteil denn mit dem Digitalzoom kam ich ganz nah ran, wenn es auch sehr schwierig war. Hier ein kleines Video dazu:

Dann aber ab durch die Mitte denn es wurde kalt und in Westport haben wir wieder einen schönen Campingplatz gefunden.

Freitag, 07.04.

Von Westport ging es nun Richtung Buller Schlucht und da gibt es die längste Swingbridge Neuseelands, mit 110 m Länge. Also rauf auf die Brücke und auf die andere Seite, echt schönes Erlebnis wenn das ganze Ding dann auch ziemlich rumschaukelt, und das alles ziemlich hoch über dem Buller River.

Na, besonders breit ist die Brücke nun gerade nicht.

Nach diesem Abenteuer ging es Weiter nach Mutueka. Der Plan war noch bis zum Cape Farewell zu fahren, doch je weiter wir in diese Richtung fuhren desto dichter waren die Wolken und es war klar, das wird eine Schneiderfahrt die nichts mehr bringt. Also sind wir in Takaka, ca. 45 Km vor dem Ziel umgekehrt um uns in Mutueka einen Campingplatz zu suchen. Dabei muss man aber wieder zurück über den Takaka Hill, einen unwahrscheinlich kurvenreichen und hohen Pass fahren. Ging aber nicht anders weil es keine weiteren Strassen gibt. Hier noch ein Bild von der Passhöhe mit Blick zum Meer und ganz, ganz weit hinten wäre dann die Antarktis !!!

Samstag, 08.04.

Wir fahren nun am letzten Tag unserer Reise über die Südinsel nach Nelson und dann weiter nach Picton wo wir dann am nächsten Tag die Fähre nach Wellington auf die Nordinsel nehmen. Zuerst noch ein Stop in Nelson, very British und Spaziergang über einen Wochenmarkt mit viel Krimskram, aber auch schönen Sachen. Viele Künstler bieten ihre Erzeugnisse an. Dann weiter nach Havelock und über den sehr kurvenreichen aber auch sehr schönen Queen Charlotte Drive an der Küste entlang nach Picton. Wer hier wohnt kann sich glücklich schätzen, ein wunderschöner Teil Neuseelands mit Buchten ohne Ende rund um den Marlboro Sound.

Es war zwar eine vollgepackte Tour und wir sind rund 2600 Km gefahren, aber es war einfach nur schön zu sehen was Neuseeland zu bieten hat: grandiose Landschaften, unkomplizierte Menschen und Begegnungen und noch so vieles mehr was das Leben hier schon sehr entspannt und lebenswert machen würde im Vergleich zu unserer Welt in Europa.

Nelson, unterhalb der Christ Church: mit dem Baum könnte ich viele Winter heizen !!

Im Zentrum von Nelson.

Ca. 10 Km vor Picton: Blick Richtung Marlboro Sound vom Queen Charlotte Drive aus gesehen.

Picton, an der Hafenpromenade.

Natürlich gibt es von dieser Reise sehr viel mehr Bilder und Videoclips, aber hier kann ich nur mit ein paar Bildern einen kleinen Eindruck von dieser Tour vermitteln.

Und nun, weiter geht’s mit der Nordinsel.

Noch ein Tip für Camper: es gibt für die Holiday Top 10 Campingplätze eine “Mitgliederkarte” für ca. 49 NZ$ zu kaufen. Dafür bekommt man auf jedem Top 10 Platz 10% Ermässigung, meistens noch 250 MB oder mehr gratis Internetvolumen und bei der Fähre von Picton nach Wellington mit “Islander” nochmals 10% Ermässigung und das waren ca.39 NZ$.

Nordinsel

Sonntag, 09.04.

Nach einem gemütlichen Vormittag am Campingplatz in Picton drehten wir noch eine kleine Runde Richtung Waikawa und fuhren dann bei blauen Himmel zum Hafen und haben unser Womo auf der Fähre nach Wellington eingescheckt.

Blick in den Marlboro Sound wo unsere Fähre durchfahren wird.

Die Fähre verliess pünktlich um 14:15 den Hafen und der erste Teil der Fahrt ging durch den wunderbaren Marlboro Sound und dann über die Cook Strait nach Wellington wo wir pünktlich ankamen. Den CP hatten wir bereits reserviert und um 19 Uhr standen wir auf dem Platz. Morgen schauen wir uns die Stadt an.

Montag, 10.04.

Der Wellington Top 10 Holidaypark CP gehört zu den besten was wir hier in NZ gesehen haben. Allein die Duschen, so gross, da machen die meisten anderen 3 Duschen draus. Ausserdem Küche und davor ein Supergrill usw.

Dann ging es los Richtung Wellington. Zuerst wollen wir das Te Papa Museum besichtigigen in dem die Geschichte Neuseelands dargestellt wird. Ein imposanter Bau und kein Eintritt. Allerdings allein schon bis wir einen Parkplatz für unser Womo gefunden hatten verging einige Zeit. Nach der Besichtigung hatten wir vor mit der Cable Car auf den Berg zu fahren um auch die schöne Aussicht zu geniessen. Wir kamen auf den Berg, allerdings nicht mit der Cable Car sondern mit dem Womo weil das blöde Navi uns dahin geführt hat. Kein Parkplatz weit und breit und beim Wenden streifte ich vorne links noch einen Bauzaun weil es supereng war und das hat dann gereicht. Wir fuhren runter vom Berg, nirgends die kleinste Lücke um mal kurz stehen zu bleiben und um uns neu zu orientieren und Schwups waren wir auf der Autobahn und fuhren schon raus aus Wellington. Dicker Hals und Wellington Ade!

Blick auf Wellington

Ein Waka, ein Kanu der Maori im Te Papa Museum

In der Abteilung Tiere Neuseelands

Am alten Hafen von Wellington

Weiter ging die Fahrt über den Highway 1 Richtung Norden. Bei einer Pause parkten wir vor einem der Bäume die es bei uns so nicht gibt.

Am frühen Abend erreichten wir Wanganui und fanden einen schönen CP mit Stellplatz direkt am Fluss.

Dienstag, 11.04.

Vor der Weiterfahrt haben wir uns Wanganui von oben angeschaut, und zwar vom Durie Hill aus, ein Aussichtspunkt. Zuerst geht man durch einen 200 Meter langen Tunnel, klingelt und dann kommt ein alter Aufzug angerattert und bringt einen nach oben. Man hat einen schönen Ausblick auf den Wanganui River und auf die Stadt. Allerdings hat es sich bewölkt und die Aussichten für die nächsten Tage sind nicht die besten.

Blick vom Durie Hill zum Mt.Ruapehu

So wohnt ein bescheidener Neusseländer

14 Km nach Wanganui bogen wir ab auf die Wanganui River Road und das war mal wieder eine Strasse der besonderen Herausforderung. Zum Teil sehr schmal und steil abfallend zum Fluss. Das hat mal wieder richtig Spass gemacht.

Ein Video folgt hier noch.

Wir fuhren weiter am Tongariro Nationalpark vorbei und es begann zuerst zu nieseln und dann zu regnen. Wir haben in Taurangi einen CP gefunden, mit Hot Pools, aber die ganze Anlage war schon etwas heruntergekommen.

Mittwoch, 12.04.

Es war bewölkt aber es hat nicht geregnet und wir fuhren weiter zum Lake Taupo.

Taupo, ein schöner Ort am See mit tollen Häusern entlang der Strasse am Seeufer.

Nach Taupo gibt es dann noch die Huka Falls zu sehen. Hier zwängt sich der Abfluss vom Lake Taupo durch eine schmale Felsschlucht mit grossem Getöse. Immerhin rauschen da pro Sekunde ca. 160 000 Liter Wasser durch.

Hier ein Bild vom Einlauf in die Schlucht.

Das nächste Ziel war der Orakei Thermalpark und kaum waren wir angekommen begann es zu nieseln. Das hhielt sich in etwa bis wir mit dem Besichtigen fertig waren, aber dann regnete es und es hörte auch nicht mehr auf.

Bilder aus dem Orakei Thermalpark

Auch an Schlammlöchern mangelt es nicht.

Ein tolles Farbenspiel und aus allen Ecken und Enden qualmt es und man riecht es auch wo man ist. Weiter ging die Fahrt bis Rotorua, dem Thermalzentrum Neuseelands, im Regen und wir hatten einen CP auch schon reserviert.

Donnerstag, 13.04.

Es regnete die ganze Nacht und auch am Morgen geht es weiter. Wir bleiben auf dem Platz für 2 Nächte denn erst ab Freitag soll es wieder besser werden. Trotzdem sind wir mal kurz in die Stadt reingefahren und haben uns wenigstens noch von aussen die Rotorua Tudor Towers angesehen, trotz Regen.

Das ganze Gebäude in voller Breitseite.

Und stacheliges gibt es auch.

Freitag, 14.04.

Und siehe da, es geschehen noch Wunder. Teilweise blauer Himmel und kein Regen. Also auf zum Maori Dorf Te Wakarewarewa, the living Maori Village. Wir haben eine Tour gebucht und die begann mit einer äusserst unterhaltsamen jungen Maori als Tourgide und die versuchte uns zur Einstimmung ein kilometerlanges Maoriwort beizubringen.

Ein kleiner Maori Sprachkurs !

Es ist schon ein bemerkenswertes Dorf, auch wenn es voll auf Tourismus ausgerichtet ist. An allen Ecken und Enden dampft die Erde und es ziehen heisse Dampfschwaden bei den heissen Tümpeln umher. Sweet Popcorn wird mit einem Sack in einen Tümpel geworfen, glasklares Wasser und “nur” 84 Grad heiss. Daneben, eine Holzkiste mit Deckel und darunter in Alufolie eingewickeltes Fleisch und Gemüse. Der Maori Dampfgarer wird von unten mit heissem Dampf gefüttert, und das ohne jegliche Unterbrechung.

Natürlich gehört zu dieser Tour auch eine Tanz- und Gesangsvorführung und die war nicht schlecht. Der Haka, der Kriegstanz der Maori darf natürlich nicht fehlen und trotz aller Einschüchterungsversuche und Grimassen, Angst hatte keiner und zum Schluss durften von den Gästen die Männer auf die Bühne und bekamen einen Schnellkurs im Haka. Das hat Spass gemacht.

Das alles ist natürlich im Video festgehalten. Und noch ein Blick auf das Marae, das Versammlungshaus der Maori.

Der Pohutu Geysir, ca. 103 Grad “warm” und manchmal bis zu 30 m hoch

Wir fuhren dann bei schönem Wetter weiter durch die herrliche Landschaft Neuseelands und machten ein Stop beim Wangamata Beach.

Dann ging es weiter zu einem idyllischen Campground in Opoutere wo wir die Nacht verbrachten.

Samstag, 15.04.

Weiter ging es zum Hot Water Beach wo man sich Schaufeln ausleihen kann um dann im Sand seinen eigen Spa graben kann, denn unter dem Sand stösst man auf heisses Wasser. Geht aber nur bei Ebbe und wir hatten Flut.

Das nächste Ziel war die Cathedral Cove, Felsenbogen und schöne Steinformationen am Strand. Leider unmöglich einen Parkplatz zu finden (Ostersamstag) und wie gesagt immer noch Flut und der Strand zu den Felsformationen nicht begehbar. Und wie wir später noch gehört haben wäre es sowieso nicht möglich gewesen denn die starken Regenfälle der letzten Tage haben die Treppen und den Weg zum Strand schwer beschädigt und der Weg war gesperrt.

Also weiter nach Coromandel und zum nächsten Ziel, der Driving Creek Railway. Da hat sich jemand die Mühe gemacht eine Schmalspurbahn durch den dichten Wald in Kehren und Schleifen zu verlegen. Wir hatten vorher noch telefonisch reserviert und auch noch Platz bekommen.

Diese “Bockerlbahn” schraubt sich immerhin rund 100 Höhenmeter hoch und oben angekommen gibt es einen Aussichtsturm mir einer herrlichen Aussicht. Hier der Blick nach Coromandel.

Sonntag, 16.04.

Wir fahren von Coromandel über Auckland nach Dargaville. Wir hatten Glück, denn die Strasse von Coromandel nach Thames war tagelang gesperrt auf Grund vieler Muren wegen der starken Regenfälle. Sie wurde erst gestern nachmittag wieder freigegeben.  Auf dem Weg vor Dargaville gibt es noch das Kauri Museum in Matakohe zu besichtigen. Dieses Museum widmet sich dem gewaltigen Kauri Bäumen und deren früherer Verarbeitung. Mittlerweile stehen diese Bäume unter Naturschutz und sind streng geschützt. Der bekannteste ist der Tane Mahuta im Waipoura Kauri Forest mit einem Durchmesser von knapp 4,4 m und einer Stammhöhe vom Erdboden bis zum Kronenansatz von ca.  17,7 m. Das Stamm-Volumen ist ca. 244,5 m³. Erst in 18 m Höhe weist der Baum Äste auf.

 

Montag, 17.04.

In der Nacht gab es Regenfälle, doch der Tag begann wieder mit teilweise blauen Himmel und wir machten uns auf den Weg Richtung Ahipara wo wir 2 Tage bleiben werden. Noch ein letztes Bild von diesem wunderschönen Campingplatz wo wir die Nacht verbrachten.

Zuerst besuchten wir aber den Trounson Kauri Park und einen Rundgang durch einen einmaligen Wald mit vielen Kauri Bäumen zu besichtigen. Sehr beieindruckend diese riesigen Kauri Bäume. Im übrigen, will man diesen Wanderweg (und auch beim Tane Mahuta) begehen, dann muss man die Schuhsohlen vorher und nachher desinfizieren!

Dann machten wir noch einen Stop beim Tane Mahuta (Vater des Waldes), Das ist der bekannteste Kauri Baum im Waipoua Kauri Forest mit einem Durchmesser von knapp 4,4 m und einer Stammhöhe vom Erdboden bis zum Kronenansatz von ca.  17,7 m. Das Stamm-Volumen ist ca. 244,5 m³. Erst in 18 m Höhe weist der Baum Äste auf.

Weiter ging es zur Hokianga Bucht mit den gegenüber liegenden riesigen Sanddünen.

Und dann gab es noch eine kleine Fährüberfahrt und nach einer weiteren Stunde waren wir am CP in Ahipara. Für den Dienstag haben wir eine Tour gebucht, mit dem Bus am Strand entlang, dem 90 Miles Beach, bis zum Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt Neuseelands.

Dienstag, 18.04.

Diesmal früh aufstehen denn wir wurden um 8:30 Uhr abgeholt. Es kam ein Lastwagen mit Omnibusaufsatz und dann ging es los. Es war schon ein Erlebnis mit dem Bus über 50 Km am Strand, immer hart an der Wasserlinie über Sand entlangzufahren. Unsere Fahrerin brachte es streckenweise auf 95 Std/Km Geschwindigkeit. Es war zwar etwas diesig von den Gischtwolken am Strand, aber es war ein einmaliges Erlebnis.

Vorgelagerter Felsen mit einem schönen Naturbogen

Am Ende der Strandfahrt bog der Bus ab und fuhr nun einige Kilometer Landeinwärts, immer mitten in einem Bachbett entlang um dann vor riesigen Sanddünen zu halten. Die nächste Attraktion, wer wollte konnte Sandborden. Die Bretter wurden gestellt und es gab Gejohle von den Zuschauern für die, die unten dann mitten im Wasser landeten.

Ein bisschen Spass muss sein !

Nun ging es zurück auf die Teerstrasse und weiter Richtung Cape Reinga. Kurz vorher bog der Bus ab und brachte uns runter zur Tapotupotu Bay wo es ein Mittagessen gab.

Dann zurück und kurz darauf waren wir am Cape Reinga, den nördlichsten Punkt von Neuseeland. Hier treffen die Tasman See und der Pazifik aufeinander und das konnte man gut an den Wellen beobachten. Ein Wegweiser am Leuchtturm zeigte uns dann an dass wir ca.  18000 Km Luftlinie von zu Hause weg sind.

Und links vom Cape Reinga wieder riesige Sanddünen.

Zurück ging die Tour dann über die normale Strasse und nach einem tollen Tag kamen wir wieder wohlbehalten an unserem Campingplatz in Ahipara an.

Mittwoch, 19.04.

Und schön langsam geht unsere wunderschöne Reise durch Neuseeland zu Ende. Weiter geht es Richtung Bay of Islands, teilweise entlang der Küste über Kerikeri nach Paihia. Alles Orte welche an traumhaft schönen Buchten liegen.

Oberhalb vom Treaty House, am Golfplatz mit Blick in die Bay of Islands. Ein Geschichtsträchtiger Ort:  1835 wurde hier die Unabhängigkeitserklärung Neuseelands, die Neuseeland als eigenständige Kolonie etablierte, unterzeichnet. Bekannter ist es für den auf dem Gelände am 6. Februar 1840 unterzeichneten Vertrag von Waitangi.

Blick auf die Bay of Islands von der Strandpromenade in Paihia.

Die Nächste Station war Kawakawa wo wohl die berühmteste Toilette der Welt steht. Sie wurde von Friedensreich Hunderwasser gestaltet der hier die letzten 25 Jahre seines Lebens gelebt hat. Wird schon gut besucht, dieses “stille Örtchen”.

Die Toilette von aussen gesehen – und von innen

Und nun ging es weiter Richtung Wangarei und über eine Nebenstrasse fuhren wir noch an der Woolleys Bucht entlang nach TuTukaka und dann weiter zum Campingplatz.

Donnerstag, 20.04.

Wir fuhren von Wangarei Richtung Auckland und haben dabei noch 2 wunderschöne Buchten besucht. Hier: Mangahwei Heads

In Auckland hatten wir gsD schon einen CP im Stadtbereich reserviert und das war gut so denn an diesem Wochenende starten die “World Master Games”, so eine Art Olympiade für die ältere Generation mit ca. 10 000 Teilnehmern aus aller Welt.

Dann kam noch dazu dass am Abend die Stromversorgung im Womo weg war und wir auf die Bordbatterie angewiesen waren.

Freitag, 21.04.

Als erstes zum Vermieter der in der Nähe des Flughafens ist um das Problem zu lösen und das ging sehr schnell. Das Problem war ein Kabelbruch in dem Kabel womit man das Stromnetz anschliessen kann. Neues Kabel und alles Ok. Das brachte natürlich den letzten Tag etwas durcheinander. Am CP angekommen und als erstes Koffer soweit packen wie es geht und das Womo schon mal säubern. Dann zum Bus und runter in die Stadt. Nun ja, auch eine Großstadt wie viele, aber trotzdem sehr interessant. Wir mussten natürlich rauf auf den Sky-Tower und der Rundblick aus 200 Meter Höhe war sehr schön, wenn auch der Himmel grau in grau war. Wer will kann auch noch Bungee jumpen vom Turm oder angeseilt auf einer Plattform den Hintern frei über dem Abgrund schweben lassen. Alles gut für Adrenalinjunkies, aber nicht für uns Gruftis. Ist natürlich alles in Bildern festgehalten, aber hier mal 2 Bilder vom Turm:

Wir haben ja schon viele Bäume und Wälder gesehen, vor allem auch hier in Neuseeland. Aber ganz besonders hat uns der Albert Park mit seinen einmaligen Bäumen gefallen, weit ausladend und mit unwahrscheinlichen Wurzeln.

Einfach gigantisch diese Bäume

Samstag, 22.04.

Der letzte Tag in Auckland, wir machen das Womo sauber und fahren es zum Verleiher. Die Rückgabe ist vollkommen problemlos und dauert nicht mal eine Viertelstunde. Es ist noch eine Dieselsteuer fällig und die beträgt 288 NZ$. Dieselsteuer muss hier jeder Besitzer eines Dieselfahrzeuges bezahlen. Auf meine Frage wie das denn die Kiwis machen habe ich folgende interessante Antwort erhalten: Der Kiwi kauft z.B. 5000 Km und bezahlt damit die Steuer. Sind die Km verbraucht, neu kaufen. Der Preis richtet sich auch nach der Grösse des Fahrzeugs. Ein Truck bezahlt somit mehr als ein PKW. Begründung dafür: er macht die Strassen auch mehr kaputt. Auch keine schlechte Idee.

Dann ging es ab zum Flughafen und der Abflug verzögerte sich noch um fast eine Stunde weil man an der Maschine noch 2 Testläufe der Triebwerke machen musste. Aber der Flug verlief problemlos und wie es weitergeht liest man im nächsten Teil des Reiseberichtes über Rarotonga.

Das war es von unserer WOMO-Reise durch Neuseeland. Insgesamt sind wir 4640 Km gefahren und trotz Linksverkehr, ohne jegliche Probleme. Nicht zufrieden waren wir mit dem Wohnmobil. Wenn man schon über 15 Jahre sein Eigenes hat dann stellt man schnell fest, wo es fehlt. Das Womo haben wir über einen Katalog ausgesucht und wie es sich leider erst in NZ herausgestellt hat, ein ziemlich einfach ausgestattetes Gefährt. Die sog. Dusch- und WC Kabine war unbrauchbar. Ein “mini-Waschbecken” mit Hahn aber es war nur ein Duschschlauch vorhanden. Aber wie man sich da waschen oder Zähneputzen könnte, das blieb uns ein Rätsel. Die Wasserpumpe machte ein Getöse wie eine Betonpumpe und der Elektroblock brummte wie eine Trafostation. Die Dieselheizung war völlig unzureichend weil auch nur eine Auslassdüse vorhanden war. Gut war allerdings der Kompressorkühlschrank. Gut war auch das Navi (TomTom), vom Verleiher zur Verfügung gestellt, mit 1 GB WLAN-Volumen (als Hotspot zu nutzen) und mit einigen guten App’s darauf, so wie Camper-Mate.

FR – Barcelonnette 2016

LacCenise

Das Ziel dieser Reise war Barcelonnette zum “Fetes Latin Mexicaines”. Doch bis dahin war ein weiter Weg über viele Pässe. Nun gut, den Weg habe ich ja selber festgelegt. Interessant war vor allem wie verhält sich mein Womo nach dem ich es mit einer zusätzlichen Luftfederung ausgestattet habe und ein Motorradträger auch noch angebaut wurde um unseren neuen Roller mit dabei zu haben. Somit war klar, auf der Hinterachse ist nun mehr Gewicht und wie wird sich mein Ford als Fronttriebler verhalten. Das wird sich zeigen und habe dafür schon eine etwas “extreme” Route ausgesucht.

Los ging es Richtung Lindau, Bregenz und weiter nach Chur. Und von da an ging es bergauf. Bei der Auffahrt zum Oberalppass sahen wir einen Campingplatz unterhalb der Strasse. Es waren Wiesenflächen, nicht befestigt und wenig Stromanschlüsse und ein Gebäude mit Empfang, Restaurant und Sanitär. Bei der Frage nach dem Preis hätte es mich fast vom Hocker gehauen, 42 Euro, ohne Strom auf einer Wiesen wo man vielleicht gar nicht mehr wegkommt wenn es regnet. Wir fanden, ein sehr teurer Parkplatz und sind weiter gefahren. Ich wusste aber dass man oben auf dem Oberalppass (2044 m) gratis stehen kann und dann sind wir auch für die Nacht geblieben und das Womo hatte seine erste Bewährungsprobe nach einer prächtigen Serpentinenkurverei hinter sich.

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Blick zum Oberalppass und man sieht, bald wird es regnen. Um 22 Uhr war es dann soweit und es begann wie aus Eimern zu schütten und das die ganze Nacht. Auch morgens regnete es immer noch und wir kurvten den Pass nach unten Richtung Andermatt. Doch es ging gleich wieder bergauf und dann kam der Furka Pass (2044 m). Ausser Regen gab es dann oben auch noch teilweise Nebel, was will man mehr. Bei der Abfahrt vom Furka kommt man an eine Kehre von wo aus man den Rhonegletscher besichtigen könnte. Aber nicht bei dem Wetter und somit gibt es nur ein Bild vom Ursprung der Rhone.

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Bei der Weiterfahrt Richtung Sion und Martigny wurde das Wetter nun endlich besser und es gab den ersten Sonnenschein. War gut so, denn nun hatten wir den nächsten Pass vor uns, den Grossen Sankt Bernhard (2469 m).

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Es war windig und kalt und beim Hospiz war kein Parkplatz zu finden und deshalb haben wir dann etwas tiefer und schon auf der italienischen Seite geparkt. Einen Cappuccino und ein paar Bilder und schon ging es wieder runter nach Aosta. Man kann auch den Scheiteltunnel benutzen, aber die Fahrt über den Pass ist natürlich viel schöner.

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Die Abfahrt vom Grossen St. Bernhard nach Aosta

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Man sieht auf diesem Bild das Bauwerk wo der Tunnel auf italienischer Seite endet.

Doch noch nicht genug, nach Aosta kam auch schon gleich wieder der nächste Pass, diesmal der Kleine Sankt Bernhard mit 2188 m Höhe. Diesmal keine Bilder, wird sind einfach durchgefahren da auf der Passhöhe der Wind wieder kräftig blies. Wir erreichten Bourg St.-Maurice, fanden einen netten Campingplatz und verbrachten eine ruhige Nacht. Ausserdem erstanden wir noch einen kleinen Laib Schafskäse für 6 Euro (1 Kg) und der war ausgezeichnet.

Am Morgen ging es nun zum “Höhepunkt” unserer Reise, über Val d’Isere zum Col de l’Iseran mit 2777 m Höhe. Es ging zur Sache und stetig bergauf und so kamen wir wir zuerst an der bekannten Skistation Tignes vorbei. Hier ein paar Bilder:

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Blick nach Tignes, das alte Dorf.

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Hier, in der Bildmitte sieht man die Skistation Tignes.

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Wir haben Val d’Isere, die Skistation, hinter uns gelassen und blicken nochmals zurück zu diesem Skiparadies. Und weiter geht es hoch zur Passhöhe.

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Eine traumhafte Aussicht auf die Alpen der Haute Provence.

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Das war mal was anderes, mit alten Vespa Rollern rauf auf den Pass. Alle Achtung!

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Und nochmal die schöne Aussicht!

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Und nun sind wir schon auf dem Weg nach unten.

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Da geht es weiter.

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Atemberaubend, die Strasse. Was bei uns unmöglich wäre ist auf französischen Pässen normal. Links oder rechts geht es nur noch abwärts, aber es gibt keine Leitplanken oder Mauern zur Sicherung. Ich glaube hier überlegt sich jeder, vor allem Biker, ob sie die nächste Kurve mit Vollgas fahren, denn eine zweite Chance gibt es nicht mehr weil nichts da ist was einem noch aufhalten könnte.

Der Bericht wird noch fortgesetzt !!!