FR – Barcelonnette 2016

LacCenise

Das Ziel dieser Reise war Barcelonnette zum “Fetes Latin Mexicaines”. Doch bis dahin war ein weiter Weg über viele Pässe. Nun gut, den Weg habe ich ja selber festgelegt. Interessant war vor allem wie verhält sich mein Womo nach dem ich es mit einer zusätzlichen Luftfederung ausgestattet habe und ein Motorradträger auch noch angebaut wurde um unseren neuen Roller mit dabei zu haben. Somit war klar, auf der Hinterachse ist nun mehr Gewicht und wie wird sich mein Ford als Fronttriebler verhalten. Das wird sich zeigen und habe dafür schon eine etwas “extreme” Route ausgesucht.

Los ging es Richtung Lindau, Bregenz und weiter nach Chur. Und von da an ging es bergauf. Bei der Auffahrt zum Oberalppass sahen wir einen Campingplatz unterhalb der Strasse. Es waren Wiesenflächen, nicht befestigt und wenig Stromanschlüsse und ein Gebäude mit Empfang, Restaurant und Sanitär. Bei der Frage nach dem Preis hätte es mich fast vom Hocker gehauen, 42 Euro, ohne Strom auf einer Wiesen wo man vielleicht gar nicht mehr wegkommt wenn es regnet. Wir fanden, ein sehr teurer Parkplatz und sind weiter gefahren. Ich wusste aber dass man oben auf dem Oberalppass (2044 m) gratis stehen kann und dann sind wir auch für die Nacht geblieben und das Womo hatte seine erste Bewährungsprobe nach einer prächtigen Serpentinenkurverei hinter sich.

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Blick zum Oberalppass und man sieht, bald wird es regnen. Um 22 Uhr war es dann soweit und es begann wie aus Eimern zu schütten und das die ganze Nacht. Auch morgens regnete es immer noch und wir kurvten den Pass nach unten Richtung Andermatt. Doch es ging gleich wieder bergauf und dann kam der Furka Pass (2044 m). Ausser Regen gab es dann oben auch noch teilweise Nebel, was will man mehr. Bei der Abfahrt vom Furka kommt man an eine Kehre von wo aus man den Rhonegletscher besichtigen könnte. Aber nicht bei dem Wetter und somit gibt es nur ein Bild vom Ursprung der Rhone.

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Bei der Weiterfahrt Richtung Sion und Martigny wurde das Wetter nun endlich besser und es gab den ersten Sonnenschein. War gut so, denn nun hatten wir den nächsten Pass vor uns, den Grossen Sankt Bernhard (2469 m).

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Es war windig und kalt und beim Hospiz war kein Parkplatz zu finden und deshalb haben wir dann etwas tiefer und schon auf der italienischen Seite geparkt. Einen Cappuccino und ein paar Bilder und schon ging es wieder runter nach Aosta. Man kann auch den Scheiteltunnel benutzen, aber die Fahrt über den Pass ist natürlich viel schöner.

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Die Abfahrt vom Grossen St. Bernhard nach Aosta

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Man sieht auf diesem Bild das Bauwerk wo der Tunnel auf italienischer Seite endet.

Doch noch nicht genug, nach Aosta kam auch schon gleich wieder der nächste Pass, diesmal der Kleine Sankt Bernhard mit 2188 m Höhe. Diesmal keine Bilder, wird sind einfach durchgefahren da auf der Passhöhe der Wind wieder kräftig blies. Wir erreichten Bourg St.-Maurice, fanden einen netten Campingplatz und verbrachten eine ruhige Nacht. Ausserdem erstanden wir noch einen kleinen Laib Schafskäse für 6 Euro (1 Kg) und der war ausgezeichnet.

Am Morgen ging es nun zum “Höhepunkt” unserer Reise, über Val d’Isere zum Col de l’Iseran mit 2777 m Höhe. Es ging zur Sache und stetig bergauf und so kamen wir wir zuerst an der bekannten Skistation Tignes vorbei. Hier ein paar Bilder:

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Blick nach Tignes, das alte Dorf.

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Hier, in der Bildmitte sieht man die Skistation Tignes.

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Wir haben Val d’Isere, die Skistation, hinter uns gelassen und blicken nochmals zurück zu diesem Skiparadies. Und weiter geht es hoch zur Passhöhe.

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Eine traumhafte Aussicht auf die Alpen der Haute Provence.

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Das war mal was anderes, mit alten Vespa Rollern rauf auf den Pass. Alle Achtung!

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Und nochmal die schöne Aussicht!

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Und nun sind wir schon auf dem Weg nach unten.

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Da geht es weiter.

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Atemberaubend, die Strasse. Was bei uns unmöglich wäre ist auf französischen Pässen normal. Links oder rechts geht es nur noch abwärts, aber es gibt keine Leitplanken oder Mauern zur Sicherung. Ich glaube hier überlegt sich jeder, vor allem Biker, ob sie die nächste Kurve mit Vollgas fahren, denn eine zweite Chance gibt es nicht mehr weil nichts da ist was einem noch aufhalten könnte.

Der Bericht wird noch fortgesetzt !!!