Der Plan war, zum Zion Nationalpark zu fahren um dann irgendwo zu übernachten bevor es weitergeht zum Valley of Fire. Es kam anders als gedacht.
Schöne Felsformationen entlang des “Scenic Zion-Mt. Carmel Highway” und dann begann der Zion NP mit der “Checkerboard Mesa“, einer bekannten Felsformation.
Es gibt im Park auch viele Wüsten-Dickhornschafe und eine Rangerin am Parkplatz hatte so ein Horn dabei. Wenn man das in die Hand nimmt dann kann man es kaum glauben was die Schafe für ein Gewicht am Kopf mitschleppen und warum es so rumst wenn zwei Böcke ihre Kämpfe austragen.
Das ist natürlich ein Traum für Biker hier gemütlich durch den Nationalpark zu fahren. Kurz bevor die Strasse durch einen Tunnel führt hatten wir gerade noch Glück einen Parkplatz zu finden. Von hier beginnt ein nicht ganz einfacher Wanderweg zu einem Aussichtspunkt in das Tal. Der Verkehr war mittlerweile sehr stark, der Tunnel wurde nur einspurig bedient und es gab längere Wartezeiten. Doch zuerst mal auf den Canyon Overlook Trail.
Und so geht es los, gleich mal knackig bergauf.
Rechts unten sieht man noch die Strasse die dann in den Tunnel mündet und links oben den schon etwas abenteuerlichen Weg.
Schmale Pfade und Abgründe, von allem etwas.
Die Mühe hat sich gelohnt, hoch oben über dem Tal, sehr exponiert, eine phantastische Aussicht. Man sieht die Strasse, aus dem Tunnel kommend, wie sie sich in das Tal windet und ganz unten geht es rechts rein zum Zion Canyon Scenic Drive, den man aber nur mit dem Shuttle Bus befahren kann. Am Ende dieser Strasse, beim Temple of Sinawava beginnt der Weg im Flussbett zu den Narrows. Den bin ich vor 19 Jahren gegangen bzw. gewatet denn man geht nur im Flussbett aufwärts und das kann sehr kalt werden. Die riesigen Felswände verengen sich immer mehr, je tiefer man in die Schlucht vordringt. Wir sind damals umgekehrt, das Wasser wurde zu kalt und reichte schon fast zu den Hüften.
Das ist die einzige Sicherung an diesem Aussichtspunkt, ansonsten geht es links und rechts senkrecht und direkt in die Tiefe wie man gleich im nächsten Bild sieht.
Oberhalb des Bogens, rechts bei den dunklen Felsen ist der Aussichtspunkt.
Die Fahrt ging weiter nach Hurricane und wir beschlossen gleich weiterzufahren bis zum Valley of Fire. Es war eine lange Fahrt und wir wussten nicht ob wir einen Stellplatz bekommen werden. Wir haben am Tag vorher bei den Park Rangern angerufen und es wurde uns gesagt wir sollten früh da sein, es wird nicht reserviert und wer zuerst kommt, der mahlt zuerst. Na ja, es wurde schon fast 19 Uhr als wir endlich eintrafen und siehe da, wir fanden einen schönen Platz und es wäre noch mehr frei gewesen.
Das Valley of Fire ist ca. 1 Fahrstunde von Las Vegas entfernt und ein “Geheimtip” denn es ist wunderschön. Allerdings weder Telefonnetz noch WLAN. Also die nächsten 3 Tage “Funkstille”. Nach der langen Fahrerei und den vielen Erlebnissen der letzten Tage machen wir nun mal 3 Tage Pause, in der Wüste, bei tagsüber 33 Grad aber nachts erträglichen Temperaturen. Mal was anderes.
Der Valley of Fire State Park ist der älteste und größte Statepark Nevadas und wurde 1935 eröffnet. Der 141 km² große State Park liegt 80 Kilometer nordöstlich von Las Vegas auf einer Höhe von 610 bis 790 Meter. Das Valley of Fire leitet seinen Namen von den roten Sandsteinformationen ab, die sich vor 150 Millionen Jahren aus großen Wanderdünen formten. Komplexes Heben und Senken der gesamten Region, gefolgt von extensiver Erosion haben die gegenwärtige Landschaft geschaffen.
Zu den Hauptattraktionen gehört die sogenannte , eine wunderschöne Sandsteinformation. Wir sind am späten Vormittag losmarschiert und das war schon fast zuviel. Die Sonne brannte gnadenlos auf uns herunter aber es hat sich gelohnt.
Aber es gibt natürlich nicht nur die Fire Wave sondern noch viele andere Formationen die die Schönheit dieses Parks eindrucksvoll und mit einer herrlichen Farbenpracht repräsentieren.



Der White Dome, eine weitere Sehenswürdigkeit am Ende des Parks.
Man glaubt es kaum, aber die Felsen sind wirklich so intensiv rötlich. Ein Erlebnis mit dem Auto da durchzufahren.
Wir bekommen Besuch am Wohnmobil-Stellplatz, ein Lizard. Aber es kommt noch viel besser, auf einmal steht auf dem Felsen neben dem Womo ein Dickhornschaf und schaut auf uns herunter. Das war natürlich die einmalige Gelegenheit so ein Tier in freier Wildbahn aufzunehmen und ich kam auch sehr nah ran. Den Rest erledigte dann mein grosses Canon Zoom und lieferte mir ein brilliantes Portrait von diesem Bock.

Das waren schon sehr schöne Erlebnisse, auch wenn es tagsüber recht warm war.
     Schaut doch aus wie ein “Hundskopf“, nur bellen und beissen tut er nicht.
Und noch ein Beispiel welche irren Gesteinsformationen hier zu sehen sind.
Die Nächte im Valley of Fire waren absolut klar und so habe ich mich ein bisschen mit der Astrofotografie beschäftig. Man sieht einen Sternenhimmel wie man ihn hier bei uns kaum noch zu sehen bekommt.